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Forschung an künftigen Luftfahrttechnologien

Airbus gründet Innovationszentrum in China

Airbus hat im Luftfahrt-Schlüsselmarkt China ein eigenes Innovationszentrum gegründet. Bis Jahresende 2017 soll es unter der Führung des Chinesen Luo Gang den Betrieb aufnehmen.

Den chinesischen Standort des neuen Innovationszentrums werde man noch bekannt geben, teilte Airbus mit. Als Vorstandsvorsitzender stehe Luo Gang bereits fest. Der studierte Elektroingenieur der Universität Tianjin verfügt außerdem über einen Master der Wirtschaftswissenschaften von der London Business School. Er hatte drei Jahre lang die Geschäfte von "Uber" in China aufgebaut und hat Erfahrungen in verschiedenen Start-up-Unternehmen.

"China ist heute ein Innovationsmotor und verfügt über ein starkes und komplettes Umfeld mit Hardware- und Softwareentwicklung inklusive künstlicher Intelligenz und weiteren Fähigkeiten", sagte Gang. "Dieses Wissen in den Luftfahrtbereich auszuweiten wird neue Methoden bei der Herstellung, Steuerung, urbanen Mobiliät und Bordunterhaltung mit chinesischem Tempo möglich machen." Gang ist dem Airbus Chief Technology Officer, Paul Eremenko, untergeordnet.

Leiter des neuen Innovationszentrums von Airbus in China wird der chinesische Ingenieur und Wirtschaftswissenschaftler Luo Gang. Foto und Copyright: Airbus

Laut Airbus macht die Gründerszene in China in den Bereichen Herstellung, Technologie und Finanzierung das Land besonders interessant für ein weiteres Innovationszentrum des Herstellers. Airbus versucht, die bei Start-up-Unternehmen beobachtete Radikalität bei Innovationen und die Geschwindigkeit bei deren Umsetzung auch im Maßstab eines globalen Großkonzerns zu nutzen. Das chinesische Innovationszentrum soll für Airbus besonders interessante Forschungsgebiete und Entwicklungsthemen aufspüren, die den künftigen Luftverkehr prägen werden. Dabei geht es um das frühe Erkennen großer Branchenumwälzungen, für die Airbus seine Strukturen früh anpassen will.

Außerdem fordert Chinas Regierung eine stärkere Beteiligung ausländischer Investoren an eigenen Forschungsvorhaben im Land. Damit soll neben der reinen Fertigung auch das Know-how in China gefördert werden.

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