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Hersteller über Zweistrahlerpläne

Boeing: Planen keine "757NG"

Der Flugzeughersteller Boeing plant keine Wiederbelebung seiner Boeing 757 mit neuen Triebwerken. Allerdings signalisierten die Kunden Interesse an einem mittleren Zweistrahler mit noch höherer Reichweite.

Für Spekulationen, Boeing plane eine Wiederauferstehung der Boeing 757 mit neuen Triebwerken, gebe es "absolut keinen Business Case", sagte Boeing-Marketingvorstand Randy Tinseth nach einer Konferenz mit Zulieferern. Boeing sei zufrieden mit dem bestehenden Angebotsspektrum der Familien Boeing 737 und Boeing 787. Allerdings gebe es grundsätzlich Kundeninteresse für Flugzeuge oberhalb der heutigen Boeing 737-Größe, die eine Reichweite oberhalb der früheren Boeing 757 aufweisen. Die frühere Boeing 757-200 mit 200 bis 228 Plätzen schaffte bis zu 7200 Kilometer Reichweite. Boeing konzentriere sich derzeit auf den Hochlauf der Produktion und auf die bereits bestehenden Entwicklungsprogramme. Dies sei "mehr als genug", um noch einige Zeit für Beschäftigung zu sorgen.

Ein völlig neues Flugzeug oberhalb von etwa 150 Sitzen und in der Größe der früheren Boeing 757 dürfte eines Tages auch zu der Flugzeugfamilie gehören, die einmal die Boeing 737 MAX ablöst. Allerdings warten beide Flugzeughersteller noch mit dem Start völlig neuer Zweistrahlerfamilien, bis in den 2020er Jahren neue, noch wirtschaftlichere Triebwerksgenerationen zur Verfügung stehen. Auch ist die Frage noch nicht entschieden, ob man diese Flugzeuge aus Verbundwerkstoff oder aus Metall bauen würde und ob es sich um Flugzeuge mit einem Gang in der Kabine oder um "kleine Großraumflugzeuge" handeln würde.

Boeing hatte ursprünglich von der Boeing 787 auch eine eigene, nachträglich wieder abgesagte Kurzstreckenversion Boeing 787-3 mit verkürzter Spannweite im Angebot, deren Aufgaben heute aber von der Boeing 787-8 mit abgedeckt werden.

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