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Japanischer Regionaljet

MRJ weitere zwei Jahre verzögert

Mitsubishi hat zum wiederholten Mal eine Verzögerung im MRJ-Programm angekündigt. Die Lieferung können nun frühestens Mitte 2020 beginnen.

Als Grund für den neuen Terminplan wurden „Korrekturen an bestimmten Systemen und elektrischen Auslegungen im Flugzeug“ genannt, um „die neuesten Zulassungsanforderungen zu erfüllen“. Warum die Notwendigkeit der Modifikationen erst jetzt festgestellt wurde ist unklar.

Die Zelle soll von den Änderungen nicht betroffen sein, so Mitsubishi. Deshalb werde das Flugtestprogramm mit den vorhandenen vier Prototypen fortgesetzt, um die notwendigen Daten bezüglich Leistungen und Flugeigenschaften zu erhalten. Die Zulassung des MRJ90-Modells wird für Mitte 2019 angestrebt.

Drei der vier MRJs (FTA-1, FTA-2 und FTA-4) sind inzwischen in Moses Lake (US-Bundesstaat Washington) stationiert, um das Testprogramm zu beschleunigen. Es wird mit Mehrkosten gerechnet, wobei der Mutterkonzern Mitsubishi Heavy Industries aber nur „minimale“ Auswirkungen auf die Gewinne der nächsten Jahre erwartet. Dennoch wurde ein „Business Promotion Committee“ eingerichtet, dem Shunichi Miyanaga, Chef von MHI, persönlich vorsteht.

Das MRJ-Programm wurde im März 2008 offiziell gestartet. Damals ging man von ersten Lieferungen im Jahr 2013 aus. Trotz aller Probleme hat Mitsubishi nach eigenen Angaben bisher 233 Festbestellungen, 170 Optionen und 24 Kaufrechte für die MRJ90 vorliegen.

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