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Meilenstein für unbemannten Luftverkehr

NASA testet Ikhana-Drohne im öffentlichen Luftraum

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Mitte Juni hat die NASA erstmals eine unbegleitete Drohne im dicht beflogenen Luftraum über Kalifornien getestet. Das unbemannte Luftfahrzeug konnte dank "See and Avoid"-Technik sicheren Abstand zum restlichen Luftverkehr halten und sich diesem bemerkbar machen. Die Steuerung erfolgte vom Boden aus.

Der Flug am 12. Juni sei durch das  Armstrong Flight Research Center in Edwards durchgeführt worden, teilte die NASA mit. Dabei sei die große, einmotorige General-Atomics "Ikhana"-Drohne vom Boden aus ferngesteuert worden, ohne das bisher im öffentlichen Luftraum übliche Begleitflugzeug zu nutzen.

Die in Edwards gestartete Drohne kletterte im Class A-Luftraum (IFR) auf 20.000 Fuß, nahm westlichen Kurs und drehte dann nach Norden in Richtung Fresno. Nach der Übergabe der Flugsicherungszentrale von LA Center an Oakland Center dreht die Drohne wieder auf Südkurs Richtung Victorville. Hier durchflog sie den Class E-Luftraum in 10.000 Fuß, der wieder zu LA Center gehört und in dem Sicht- und Instrumentenflüge statt finden. Dann wurde ein Anflug auf Victorville bis auf 5000 Fuß durchgeführt und danach die Rückkehr in das Sperrgebiet über Edwards, die Heimatbasis der Drohne.

Aus diesem Kontrollraum wurde der Drohnenflug ferngesteuert. Dabei nutzte die Drohne neuartige Bordsysteme, um vom restlichen Verkehr wahrgenommen zu werden und um diesem Ausweichen zu können. Foto und Copyright: NASA

Das einmotorige Turboprop-Luftfahrzeug war mit einem Luftraum-Überwachungsradar von General Atomics Aeronautical Systems, einem Kollisionswarnsystem von Honeywell, einem Fusion-Tracker zur Beobachtung anderer Flugzeuge und mit einem ADSB-Positionsmeldesystem ausgestattet, das eine genaue Beobachtung des Flugverlaufs mit Satellitenhilfe möglich macht.

Die NASA meldete, der Flug sei "historisch" und öffne den allgemeinen Luftraum für den Normalbetrieb unbemannter Luftfahrzeuge. Deren künftiger Einsatz sei, vor allem wenn man die genutzten Komponenten noch weiter verkleinert habe, für die Waldbrandüberwachung, Notfallsuche und -rettung und andere Einsatzprofile der Allgemeinen Luftfahrt denkbar. Die Drohne erfüllte alle Vorgaben der FAA-Vorschriften TSO 211 und TSO 212 über das Erkennen und Ausweichen im öffentlichen Luftraum. Der Testflug hatte dennoch eine vorherige FAA-Sondergenehmigung.

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