Der Bau der ersten DHC-515 macht weiter Fortschritte. Wie De Havilland of Canada mitteilte, sind mehrere Fertigungsabschnitte erfolgreich abgeschlossen. Das Cockpit wurde mit Vorderrumpf verbunden, und das mittlere Rumpfteil ist fertiggestellt. Auch der Bau des ersten 28,6 Meter langen Flügelkastens ist beendet. Laut Hersteller befinden sich zudem alle weiteren Komponenten in der Produktion. In Calgary entsteht zudem gerade die Cockpitsektion der zweiten Maschine.
Bei der DHC-515 handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Canadair CL-415. Neben moderner Avionik kommen auch neue Werkstoffe zum Einsatz, die besser gegen Korrosion geschützt sein sollen und so die Wartungskosten senken. Die Produktion der CL-415 war zwischenzeitlich eingestellt, da sich Bombardier ganz auf Geschäftsreise-Flugzeuge konzentriert, und sich von der Sonderflugzeug-Sparte getrennt hatte. Erst im März 2022 hatte der neue Eigentümer des Bereichs, De Havilland of Canada, das Programm zur Entwicklung einer aktuellen Version gestartet.

Die erste DHC-515 entsteht derzeit in Calgary.
2028 in Dienst
Laut Aussagen des Unternehmens kann eine DHC-515 an einem Tag fast 700.000 Liter Wasser ins Zielgebiet bringen. Das Amphibium kann zum Nachtanken der Löschflüssigkeit auf Flüssen, Seen oder dem Meer landen. So dauert das Nachfüllen nur zwölf Sekunden. Mehrere europäische Staaten haben sich schon für das Muster entschieden. So kaufte Kroatien zwei Exemplare im Gesamtwert von 105 Millionen Euro, und Griechenland orderte sieben Einheiten. Auch Italien, Portugal und Spanien wollen den Wasserbomber einsetzen. Finanzielle Unterstützung kommt von der EU im Rahmen des Katastrophenschutz-Programms rescEU.
Insgesamt beträgt der Auftragsbestand 38 Flugzeuge. Vier davon befinden sich aktuell schon in verschiedenen Stadien im Bau. Wann genau die erste DHC-515 fliegen wird, ist indes noch nicht bekannt. Die Auslieferung planen die Kanadier jedenfalls für das Jahr 2028.





