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United Aircraft Corporation
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Nonstop aus Irkutsk

Vierte MS-21-300 trifft in Schukowski ein

Die MS-21-Testflotte in Schukowski ist um ein Flugzeug reicher: Am gestrigen Dienstag landete der vierte Prototyp des neuen russischen Airliners aus Irkutsk kommend auf dem Flufghafen vor den Toren von Moskau. Die vierte MS-21 besitzt eine besondere Kabine.

Seit dem 25. Dezember drehte die vierte fliegende MS-21-300 im sibirischen Irkutsk einsam ihre Runden. Gestern nun verlegte das Flugzeug samt Crew gen Westen, ins 4.200 Kilometer entfernte Schukowski bei Moskau. Die Piloten Roman Tasajew und Oleg Mutowin flogen das Testflugzeug 004 nonstop in seine neue Heimat. Dort unterstützt es künftig die drei bereits in Schukowski beheimateten MS-21-300 bei der weiteren Erprobung des Musters.

Kabinen-Layout für Billigflieger

Vor ihrer Abreise aus Irkutsk erhielt die vierte MS-21 allerdings noch eine Passagierkabine. Sie ist damit nach dem dritten Prototypen die zweite Maschine der Testflotte mit entsprechendem Innenleben. Wollte Hersteller UAC (United Aircraft Corporation) mit dem dritten Flugzeug zeigen, wie komfortabel es sich in der MS-21 fliegen lässt, verfolgt man mit der vierten Maschine jedoch einen anderen Ansatz: Die dort installierte Kabine besitzt nur eine Klasse und ist besonders eng bestuhlt. 211 Passagiere sollen in dieser Auslegung maximal in die MS-21 passen. Es ist das dichtest mögliche Layout, das UAC für die MS-21-300 vorgesehen hat und soll den russischen Airliner vor allem für Billigairlines interessant machen.

Die Luxusvariante: Komfort-Kabine der MS-21-300

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Rest der Sitze wird später eingebaut

Gegenwärtig besitzt die Kabine des vierten Prototypen jedoch keine 211, sondern nur 172 Sitze. Grund dafür sind die Messgeräte und Konsolen im hinteren Teil des Flugzeugs, mit deren Hilfe die UAC-Ingenieure bei den Erprobungsflügen Daten sammeln. Bevor es in einem späteren Schritt an die Zertifizierung der Passagierkabine geht, möchte UAC die Testgeräte aber noch gegen die fehlenden 39 Sitze austauschen. Nur so ließen sich aussagekräftige Notausstiegs- und Evakuierungstests absolvieren. "Entsprechend den behördlichen Anforderungen werden solche Tests mit der minimal zulässigen Durchgangsbreite in der Kabine durchgeführt", erklärt UAC.