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Rekord 2.0: Lufthansa startet zum zweiten Falkland-Flug

Nonstop-Rekord 2.0 Lufthansa hebt ab zum zweiten Falkland-Flug

Der weiteste Nonstop-Flug in der Geschichte der Lufthansa erhält eine Neuauflage: Heute startet erneut ein Airbus A350 mit Kranich am Heck von Hamburg aus auf die Falkland-Inseln. Dabei schlägt Lufthansa zwei Fliegen mit einer Klappe – im Dienste der Wisenschaft.

Es war eine historische Premiere: Als Lufthansa-Flug LH2574 am 1. Februar auf der Royal Air Force Station in Mount Pleasant einschwebte, ging nach 13.342 Kilometern Reisedistanz der weiteste Nonstopflug in der Geschichte der Lufthansa zu Ende. Die A350-900 mit der Kennung D-AIXP brachte damals in 15 Stunden und 37 Minuten Flugzeit Polarforscher des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) von Hamburg aus auf die Falkland-Inseln. Dort bestiegen sie das Forschungsschiff Polarstern, das sie weiter Richtung Antarktis brachte. Für den Airbus samt Besatzung ging es derweil wieder nonstop zurück nach Hause.

Lufthansa: die Flotte des Kranichs

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Start heute Abend

Mit dem heutigen Tag ist es amtlich: Lufthansas längster Flug bleibt keine Eintagsfliege. Abermals schwingt sich heute Abend eine A350 des Kranichs in die Lüfte, um nach Mount Pleasant zu fliegen. Abermals trägt der Flug die Nummer LH2574, nur das Flugzeug ist dieses Mal ein anderes: Statt der D-AIXP kommt beim zweiten Flug die Schwestermaschine D-AIXQ zum Zug. Sie trägt den Taufnamen "Freiburg" und ist mit gerade erst vier Monaten auf dem Buckel die jüngste A350 in der Lufthansa-Flotte. Um 14:30 Uhr startet sie von ihrem Heimat-Airport München zur Überführung Richtung Hamburg, bevor es dann planmäßig um 21:30 Uhr ins 13.300 Kilometer entfernte Mount Pleasant geht.

Eine A350 führt den längsten Nonstop-Flug der Lufthansa von Hamburg auf die Falkland-Inseln durch.
Lufthansa
Den ersten Falklandflug der Lufthansa übernahm die A350 mit der Kennung D-AIXP, Taufname "Braunschweig".

Im Dienste der Wissenschaft

Die mitreisenden Crew-Mitglieder um Kapitänin Cordula Pflaum befinden sich derweil bereits seit Tagen in Hamburg in Quarantäne – ebenso wie die 40 Besatzungsmitglieder des Forschungsschiffes Polarstern, die als Passagiere mitfliegen und die aktuell noch auf dem Schiff befindliche Crew ablösen werden. Außerdem an Bord gehen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Diese werden während des Fluges Messdaten erheben, die weitere Erkenntnisse zu luftfahrtrelevanten Einflüssen des Erdmagnetfelds ermöglichen sollen. "Der zweite Falkland-Flug steht damit bereits auf seinem Weg in Richtung Südpol im Dienste der Wissenschaft", unterstreicht die Lufthansa.

Die Crew des zweiten Falklandfluges der Lufthansa, angeführt von Kapitänin Cordula Pflaum (vorn links).

15 Monate am Südpol

Anlass für den erneuten Flug auf die Falklandinseln ist jedoch neben dem Wechsel der Polarstern-Besatzung vor allem die Abholung der Forschungsexpeditionsteilnehmer. Seit Anfang Februar erhebt ein Team von rund 50 Forscherinnen und Forschern des AWI im Südpolarmeer wichtige Daten zu Ozeanströmungen, Meereis und Kohlenstoffkreislauf, die unter anderem verlässliche Klimavorhersagen ermöglichen sollen. Auf dem Rückweg aus dem Forschungsgebiet im südlichen Weddellmeer stoppte die Polarstern in der Atkabucht, wo 25 weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Bord gingen: das Sommerpersonal sowie das Überwinterungsteam der Neumayer-Station III. Letzteres kehrt dann nach über 15 Monaten in der Antarktis zurück nach Deutschland. Am 2. April bringt Lufthansa das internationale Forschungsteam des AWI und die DLR-Wissenschaftler von den Falklandinseln in die Heimat. Die Landung unter der Flugnummer LH2575 ist am 3. April um 15 Uhr auf dem Münchner Flughafen geplant.