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Lufthansa zahlt Finanzhilfen der Bundesregierung zurück

Staatsbeteiligung endet 2023 Lufthansa zahlt Finanzhilfen der Bundesregierung zurück

Die Deutsche Lufthansa AG hat am Freitag alle verbliebenen Stillen Einlagen der Bundesrepublik Deutschland zurückgeführt beziehungsweise gekündigt. Die Rückzahlung erfolgte deutlich früher als ursprünglich geplant.

Am Vormittag wurde die Stille Einlage II des Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesrepublik Deutschland (WSF) in Höhe von 1 Milliarde Euro vollständig abgelöst. Nachdem das Unternehmen bereits im Oktober die Stille Einlage I, von der nur 1,5 Milliarden Euro abgerufen worden waren, zurückgeführt hatte, wurde nun auch der nicht in Anspruch genommene und verbleibende Teil gekündigt.

Bereits im Februar hatte das Unternehmen einen KfW Kredit in Höhe von 1 Milliarde Euro frühzeitig getilgt. Damit sind nunmehr alle deutschen staatlichen Kredite und Stillen Einlagen inkl. Zinsen zurückgezahlt bzw. gekündigt. Unter dieser Voraussetzung hat sich der WSF verpflichtet, seine Beteiligung an der Deutschen Lufthansa AG in Höhe von rund 14 Prozent des Grundkapitals bis spätestens Oktober 2023 zu veräußern.

Zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten und der staatlichen Stabilisierungspakete hat das Unternehmen seit Herbst 2020 verschiedene Fremd- und Eigenkapitalfinanzierungsmaßnahmen platziert. Es profitierte dabei von dem stetig wachsenden Vertrauen der Finanzmärkte in die Zukunftsperspektiven der Lufthansa Group.

Im November 2020 gelang das "Comeback" auf den Kapitalmärkten mit einer Wandelanleihe im Gesamtvolumen von 600 Millionen Euro und einer Unternehmensanleihe in Höhe von 1 Milliarde Euro. Im Februar 2021 begab die Deutsche Lufthansa AG erneut erfolgreich eine Anleihe über 1,6 Milliarden Euro.

Eine weitere Anleiheplatzierung folgte im Juli 2021 in Höhe von 1 Milliarde Euro. Im Oktober 2021 schloss das Unternehmen erfolgreich eine Kapitalerhöhung ab. Der Bruttoerlös aus der Kapitalerhöhung belief sich auf 2,2 Milliarden Euro. Am 9. November 2021 war die Lufthansa Group schließlich erneut erfolgreich am Finanzmarkt aktiv und begab eine Anleihe in Höhe von 1,5 Milliarden Euro.

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, sagte: "Im Namen aller Lufthanseatinnen und Lufthanseaten bedanke ich mich bei der deutschen Bundesregierung und den deutschen Steuerzahlern. In der schwersten finanziellen Krise unserer Unternehmensgeschichte haben sie uns eine Zukunftsperspektive gegeben. Wir sind stolz, dass wir unser Versprechen nun früher als erwartet einlösen konnten und die deutschen Finanzhilfen zurückgezahlt haben.....Viele Herausforderungen bleiben. Unser Anspruch ist es, unsere Position unter den führenden Airline-Gruppen der Welt zu stärken. Dafür werden wir die Restrukturierung und Transformation des Unternehmens konsequent fortsetzen."