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Unfall beim A-Check

Bugfahrwerk knickt ein: Emirates-A380 beschädigt

Foto: Patrick Zwerger

Bei einem Routine-Check in Dubai wurde in der vergangenen Woche ein Airbus A380 von Emirates schwer beschädigt. Offenbar knickte in der Wartungshalle das Bugfahrwerk ein, wie Bilder auf Twitter nahelegen. Emirates hat den Vorfall inzwischen bestätigt.

Eigentlich ist ein A-Check dazu da, ein Flugzeug für seinen Einsatzalltag in Schuss zu halten – doch im Falle des Emirates-A380 mit der Kennung A6-EOP endete der Routinecheck, der bei Emirates für die A380 etwa alle zwei Monate ansteht, mit einem saftigen Nasenstüber für den Doppelstock-Riesen. Auf Twitter kursierende Bilder zeigen einen schwer beschädigten A380-Bug mit abgebrochener Radarabdeckung. Offenbar fiel das Flugzeug auf die Nase: Die untere Rumpfseite ist vorn gestaucht und deformiert, die Fahrwerksklappen zusammengequetscht – das Bugfahrwerk selbst ist nicht zu sehen. Dem Anschein nach ist es während der Wartungsarbeiten kollabiert, ohne dass das Flugzeug zuvor entsprechend gesichert worden ist.

Emirates kündigt Untersuchung an

Was genau in der Wartungshalle geschah, darüber schweigt sich Emirates bis dato aus. Gegenüber diversen Medien bestätigte ein Sprecher der Golf-Airline lediglich einen „Vorfall“, der sich am 20. August während des anstehenden A-Checks der A380 ereignet habe, und der nun intern untersucht werde. Verletzt wurde bei dem Unfall laut Emirates niemand.

Auch über das Ausmaß des Schadens wollte Emirates vorerst keine Angaben machen. Da das Flugzeug, die A6-EOP trägt die Baunummer MSN200 und wurde 2015 geliefert, aber erst vier Jahre alt ist, dürfte das Interesse der Airline hoch sein, es wieder instandzusetzen. Welchen Kostenrahmen dies bedeutet und wie lange die A380 in diesem Fall für den Flugbetrieb ausfällt, lässt sich mit dem gegenwärtigen Kenntnisstand schwer abschätzen. Wenn – wie es aussieht – tatsächlich die Struktur des Flugzeugs gelitten hat, könnten die Kosten für die Reparatur aber schnell in die Millionen gehen.

Emirates ist wichtigster Kunde des A380-Programms und betreibt derzeit über 100 Exemplare des Riesen.

Größter A380-Nutzer

In der Praxis wird Emirates den Ausfall der A6-EOP aber so oder so relativ problemlos kompensieren können: Mit einer Flotte von derzeit 112 Maschinen ist der Carrier aus Dubai der mit Abstand größte Betreiber der A380. In letzter Zeit deutet sich aber auch bei Emirates an, dass man Schwierigkeiten hat, das größte Passagierflugzeug der Welt profitabel zu betreiben. Mit der Annulierung einer Order über 39 Flugzeuge im Februar zementierte Emirates das Aus für die A380-Produktion im Jahr 2021. Seit dem 1. Juli betreibt die Airline mit der Strecke Dubai – Maskat zudem den kürzesten A380-Flug der Welt. Flugstrecke: 340 Kilometer.

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