Verunfallter Lufthansa-Dreamliner wird repariert - 787-9 fiel in Frankfurt aufs Kinn

In Frankfurt aufs Kinn gefallen
Verunfallter Lufthansa-Dreamliner wird repariert

ArtikeldatumVeröffentlicht am 04.08.2026
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Boeing 787 von Lufthansa fällt in Frankfurt hart aufs Kinn.
Foto: via X (Screenshot)

Flughafen Frankfurt, 4. Juni 2026: Lufthansa 450 steht an Gate A15, die Boeing 787-9 wird auf den Flug nach Los Angeles vorbereitet. 28 Personen befinden sich an Bord: Flugbesatzung, Techniker und Bodenpersonal. Die Passagiere warten noch im Terminal.

Im Cockpit sind Techniker mit einem Fahrwerksproblem befasst. Bei einem Test zieht das Bugfahrwerk ein – der neuwertige Dreamliner, die D-ABPQ ist keine vier Monate im Lufthansa-System unterwegs, schlägt mit dem Bug auf dem Boden auf. Ein Video des Vorfalls verbreitet sich wenig später über die sozialen Medien.

Im Flugzeug werden zwei Personen schwer verletzt, weitere 21 Menschen ziehen sich leichte Verletzungen zu.

Das geht aus dem ersten Statusbericht (PDF) der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hervor, der einen Fingerzeig auf die wahrscheinliche Unfallursache enthält: Ermittler fanden den Sicherungspin für das Bugfahrwerk nicht im Fahrwerk vor, sondern in einer "Aufbewahrungskiste für die Verriegelungs-Stifte der Fahrwerke".

An der 787-9 stellte die BFU "Rumpfschäden im Bereich der vorderen Frachttür" und einen "verbogenen Türmechanismus" fest.

787 wird derzeit repariert

Fest steht seit Kurzem offiziell: Der Dreamliner bleibt Lufthansa erhalten. "Wir können das Flugzeug erfreulicherweise reparieren", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr gegenüber aero.de am Dienstag, dem 4. August, auf einer Pressekonferenz zur Vorlage der aktuellen Lufthansa-Quartalsbilanz. Das Flugzeug werde "noch dieses Jahr in den Liniendienst" zurückkehren.

Im laufenden Sommerflugplan wird die 787-9 im Netz von einer A340-300 vertreten, "die ursprünglich als Reserve vorgesehen war und aktiviert werden musste", sagte Spohr.