Ein Video des emiratischen Verteidigungsministeriums zeigt, wie die Besatzung eines AH-64 Apache der einheimischen Streitkräfte iranische Drohnen unter Feuer nimmt. Die Filmsequenzen, aufgenommen von einer Infrarot-Kamera des Kampfhubschraubers, dokumentieren erstmals den gezielten Einsatz emiratischer Apaches gegen herannahende UAVs, die in den Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate eindringen. Gleich mehrere Shaheds fallen den Attacken im Video zum Opfer. "Target destroyed", lautet der Kommentar des Schützen.
Die Araber verwenden zur Drohnenjagd die unterm Kinn des Hubschraubers montierte, schwenkbare M230-Bordkanone des Kalibers 30 Millimeter. Ähnliche Einsatzszenarien mit Apaches sind bereits aus Israel dokumentiert. Dort erzielten AH-64-Crews 2024 mehrfach Luftsiege gegen Drohnen der Hisbollah. Die USA arbeiten ihrerseits daran, den Anti-Drohnen-Kampf mit AH-64 zu optimieren – und testen derzeit spezielle Munition für die Kanone, die über einen Näherungszünder verfügt, der die Projektile bereits vor dem Einschlag in das anvisierte Ziel explodieren lässt. Das soll die Streuwirkung und damit den Wirkungsradius der Projektile im Kampf gegen Drohnen merklich steigern.
Anti-Drohneneinsatz mit Apache und F-16
Die Arabischen Emirate fliegen den Apache bereits seit den 1990er Jahren. Die ersten von insgesamt 30 AH-64A kamen 1993 ins Land. Später wurden die Helikopter zunächst auf den Standard AH-64D und schließlich auf die heute aktuelle Version AH-64E Guardian aufgerüstet.
Den Einsatz gegen die iranischen Shaheds kommentierte das Verteidigungsministerium der Emirate mit den Worten, die heimischen Streitkräfte seien bereit, sich jeder Bedrohung entgegenzustellen. "Die Aufnahmen zeigen, wie die Luftverteidigung der VAE iranische Drohnen abfängt und zerstört, die versuchten, das Land anzugreifen. Wenn es um die Sicherheit und Souveränität der Nation geht, gibt es keine Kompromisse", so das Ministerium weiter auf der Plattform X. Auch F-16-Kampfjets sollen an den Abwehreinsätzen gegen die kolbengetriebenen Shaheds beteiligt sein.
Hubschrauberabsturz fordert zwei Tote
Ganz ohne eigene Verluste liefen die Abwehreinsätze der emiratischen Apaches allerdings nicht ab. Am 9. März annoncierte das Ministerium "den Märtyrertod zweier Angehöriger der Streitkräfte bei einem Hubschrauberabsturz aufgrund eines technischen Defekts während ihres nationalen Dienstes". Weitere Details zu dem Vorfall gab es vorerst nicht.












