Der Langstrecken-Luft-Luft-Lenkflugkörper soll eine Reichweite von über 250 Seemeilen erreichen. Die Navy verspricht sich von der neuen Waffe erhebliche Vorteile: Größere Einsatzreichweite bedeutet in der Luftfahrt auch größere Sicherheit für die eigenen Piloten. Gleichzeitig gewinnen die Einsatzplaner erheblich an taktischer Flexibilität.
Einsetzbar auf verschiedenen Modellen
Malice soll universell einsetzbar sein, derzeit auf Plattformen wie F/A-18E Super Hornet und der F-35C, aber auch in der kommenden F/A-XX, der Nachfolgerin der Super Hornet. Bei der Air Force soll die Waffe in die F-47 integriert werden. Mit der Konzeption für mehrere Jetgenerationen soll vor allem Geld gespart werden.
Parallel zu Malice entwickelt das Pentagon eine Langstreckenwaffe für die Luftwaffe über das "Air Force Long Range Weapon (AFLRW)"-Projekt.
Die neue AIM-424 wiegt nach Angaben der Navy knapp 680 Kilogramm. Der Festtreibstoffantrieb soll schnelle Reaktionszeiten ermöglichen.
Spezialisierte aerodynamische Flossen und Strukturelemente erhöhen die Manövrierfähigkeit im Vergleich zu früheren Raketen.
Die Waffe verfügt über eine eigenständige Kommunikationsinfrastruktur, die mit modernen Luftkampfsystemen vernetzt ist. Raytheon entwickelte die Technologie nicht nur für die Navy, sondern auch für die Air Force.

Für Tests flog im März eine Super Hornet mit vier AIM-424.
Bisher nutzte die Navy die AIM-174B. Die galt allerdings nur als eine Übergangslösung, abgeleitet von schiffgestützten Flugabwehrraketen.
Zwei Jahrzehnte lang fehlte der Navy eine Waffe für Fernkämpfe. Mit der Ausmusterung der F-14 Tomcat im Jahr 2006 verschwand auch die AIM-54 Phoenix.
Flugerprobungen sind bereits im Gange. Im April 2026 wurden erste Flugerprobungen durchgeführt, zunächst nur, um Passung und Aerodynamik zu testen. Im August folgte eine weitere Erprobung auf der F-35C.





