Über das Beschaffungsvorhaben berichtet das Sicherheitsportal "Sargs" unter Berufung auf Oberst Viesturs Masulis, den Kommandeur der lettischen Luftstreitkräfte.
Mitte Juli am Rande der Londoner Konferenz "Global Air & Space Chiefs" sprach Masulis demnach mit Vertretern der Rüstungsindustrie über den Kauf von leichten Kampf- und Trainingsflugzeugen. Gegenüber "Sargs" erklärte Muslis, die Super Tucano von Embraer könne sowohl Bodentruppen unterstützen als auch eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Drohnen übernehmen.
Die Beschaffung solcher Flugzeuge sei zwar grundsätzlich attraktiv, doch erfordere jedes Vorhaben in der Luftfahrt erhebliche finanzielle Mittel. Erste Schritte seien bereits unternommen worden. Verschiedene Hersteller wurden kontaktiert, und der Gemeinsame Stab der Streitkräfte habe den Auftrag erteilt, die wirksamsten Lösungen zu ermitteln, erklärte er.
Beschaffung noch weit entfernt
"Sargs" zitiert den scheidenden Luftwaffenkommandeur mit den Worten, er werde seinem Nachfolger, Oberst Edmunds Svenčs, dringend nahelegen, sich als luftgestützte Luftverteidigung auf die A-29 Super Tucano zu konzentrieren.
Bis zu einem Kauf wird allerdings noch einige Zeit ins Land gehen. Der Auftrag muss ausgeschrieben und Hersteller verglichen werden. Außerdem muss die Regierung prüfen wie viele Flugzeuge beschafft werden sollen.
Drohnenjäger mit erweiterten Fähigkeiten
Embraer stattet den Turboprop inzwischen mit zusätzlichen Fähigkeiten zur Bekämpfung unbemannter Fluggeräte aus. Spezielle Datenverbindungen liefern erste Zielkoordinaten, ein kombinierter elektrooptischer und Infrarot-Sensor ermöglicht das Verfolgen und Lasermarkieren von Drohnen.
Zur Bekämpfung unbemannter Flugobjekte stehen zwei bordeigene 12,7-mm-Maschinengewehre sowie lasergelenkte Raketen unter den Tragflächen zur Verfügung.
Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 590 km/h erreicht die Super Tucano schnell ihr Ziel, während ihre niedrige Mindestgeschwindigkeit von 148 km/h das Abfangen langsam fliegender Drohnen erleichtert.





