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36-Stunden-Übung in Payerne

Schweizer Luftwaffe probt 24-Stunden Polizeidienst

Mit einer Übung in Payerne bereitete sich die Schweizer Luftwaffe weiter auf den Luftpolizeidienst 24 vor, der bis Ende 2020 schrittweise eingeführt wird.

Der 36 Stunden Dauerbetrieb mit den F/A-18 Hornet verlief laut Schweizer Luftwaffe nach Plan und zeigte, dass man für die kommende Aufgabe bereit ist. Mechaniker und Piloten der Luftwaffe und diverse Mitarbeiter der Logistikbasis der Armee, der Führungsunterstützungsbasis der Armee und der Skyguide verbrachten die Nacht auf dem Flugplatz, um einen durchgehenden Betrieb sicherzustellen. Solche 36-Stunden-Bereitschaften wurden bereits zwei Mal durchgeführt und hatten zum Ziel, die Abläufe des LP24 durchzuspielen und Optimierungspotenzial aufzudecken.

Die Umstellung von bisher einer Arbeitsschicht auf den Mehr-Schicht-Betrieb bringt personelle, infrastrukturelle und organisatorische Änderungsbedürfnisse mit sich. Dazu gehören die Prozesse der Arbeitsübergaben, da – anders als bisher – die angefangenen Arbeiten an die Mitarbeitenden der nächsten Schicht übergeben werden müssen. Zudem benötigt es den Ausbau von Aufenthalts- und Ruheräumen und die Einstellung von insgesamt rund 100 zusätzlichen Mitarbeitern bei Luftwaffe, Logistikbasis, Führungsunterstützungsbasis und Skyguide.

Schrittweiser Aufbau auf 24-Stunden-Betrieb

Seit dem 2. Januar 2017 stehen an 365 Tagen pro Jahr von 8 Uhr bis 18 Uhr zwei bewaffnete Flugzeuge der Luftwaffe bereit für einen Luftpolizei-Einsatz. Ausserhalb dieser Zeiten überwachen die Mitarbeiter der Einsatzzentrale Luftverteidigung in Dübendorf den Luftraum per Radar.

Laut Roland Gabriel, Chef Einsatzführung, wird die Schweizer Luftwaffe den LP24 in zwei Schritten weiter ausbauen: In den Jahren 2019 und 2020 werden täglich zwei bewaffnete F/A-18 von 6 bis 22 Uhr auf einer 15-Minuten-Bereitschaft stehen, ab Ende 2020 wird dies dann rund um die Uhr der Fall sein. „Der LP24 ist ein Top-Projekt des VBS, mit dem die Schweizer Armee internationalen Standards gerecht wird und somit die Sicherheit der Schweiz aktiv, glaubwürdig und permanent erhöht.“

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