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Airbus A400M

Der viermotorige Airbus A400M ist ein militärisches Transportflugzeug von Airbus Military, einer Tochtergesellschaft des Airbus-Konzerns. Die A400M ersetzt veraltete Transportflugzeuge wie die Lockheed C-130 Hercules oder die Transall C-160.

Mit ihrer Länge von über 45 m ist die A400M über 10 m länger als eine C-130 Hercules oder eine Transall. Die A400M zeichnet sich auch durch eine sehr viel höhere Nutzlast und Reichweite aus. Bei verschiedenen europäischen Luftwaffen ersetzt die A400M vor allem die deutsch-französische Koproduktion Transall. 

Der Airbus A400M kann große Lasten über lange Strecken transportieren und dabei auch auf kurzen, unbefestigten Pisten landen. Die Möglichkeit die A400M in der Luft zu betanken erhöht außerdem ihre Reichweite. Durch einen Umbau kann die A400M auch selbst als Tankflugzeug eingesetzt werden. 

Entwicklung und Meilensteine A400M
Bereits Anfang der 1980er Jahre gab es Überlegungen langsam veraltete Transportflugzeuge wie die Transall und die C-160 zu ersetzen. British Aerospace, Lockheed und MBB schlossen sich im Dezember 1982 zum „Future International Military/Civil Airlifter“-Konsortium zusammen. Die sogenannte FIMA untersuchte die Machbarkeit eines gemeinsamen Militärtransporters. In den folgenden Jahren stieg Lockheed aus der FIMA aus und Aeritalia und CASA schlossen sich ihr an. 1991 wurde das EuroFlag-Konsortium gegründet, das die Entwicklung und die Herstellung des Transporters übernehmen sollte.

Auf der Farnborough Air Show 1994 war unter dem Namen Future Large Aircraft (FLA) erstmals ein Modell im Maßstab 1:1 der A400M zu sehen. In der Folge löste sich 1995 das Konsortium auf und Airbus führte das Projekt A400M fort. Vertraglich startete das Projekt A400M allerdings erst im Mai 2003, als mehrere europäische Staaten 180 feste Bestellungen für den A400M tätigten. Noch im selben Monat wurde auch das Triebwerk für die A400M ausgewählt. Die Entscheidung fiel zugunsten eines europäischen Konsortiums, an dem sich Rolls-Royce, ITP, MTU Aero Engines und Snecma beteiligten. Unter dem Namen Europrop International (EPI) entwickelten sie das 3-Wellen-Turboprop-Triebwerk TP400-D6 speziell für die A400M.

Im Juni 2008 hatte die A400M ihren Roll-out, doch aufgrund von Problemen bei der Triebwerksabstimmung und -steuerung fand der Erstflug der A400M erst am 11. Dezember 2009 in Sevilla statt. Die vorläufige zivile Zulassung erhielt die A400M am 9. Mai 2012. Am 13. März 2013 erteilte die EASA die vollständige zivile Musterzulassung für den Airbus A400M.

Produktion Airbus A400M
Die Komponenten für die Produktion der A400M werden an verschiedenen Standorten des Airbus-Konzerns hergestellt. Die Montage der einzelnen Sektionen findet im Airbus-Werk in Bremen statt. Anschließend werden die einzelnen Sektionen der A400M bei Airbus in Sevilla endmontiert. 

A400M – Bestellungen und Auslieferungen
Die ersten A400M-Kunden sind Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Spanien und die Türkei. Diese sieben Staaten gaben im Mai 2003 die ersten 180 festen Bestellungen für die A400M ab. Die erste A400M aus der Serie wurde am 2. August 2013 an die französische Armée de l´Air ausgeliefert. Die Auslieferung der ersten A400M an die Bundeswehr erfolgte am 18. Dezember 2014. Bis 2020 sollen alle von der deutschen Luftwaffe bestellten A400M ausgeliefert sein.

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