Wie das Forschungslabor der Luftwaffe (AFRL) mitteilte, gemeinsam mit der Experimental Operations Unit des Air Combat Command sei kürzlich eine XQ-67A über dem des Nevada Test and Training Range geflogen. Die Einheit ist für die Erprobung unter einsatznahen Bedingungen zuständig.
Die XQ-67A gehört zur Kategorie der Autonomous Collaborative Platforms (ACP). Sie ist also ein unbemanntes Fluggerät, das mit anderen Maschinen Informationen austauschen und Einsätze koordinieren soll.
Der Flug lief im Projekt "Demon APE" (Demonstration of ACP Performance and Effectiveness). Das Vorhaben soll die Prioritäten der US-Verteidigungsstrategie bedienen, indem es die Entwicklung und Lieferung solcher Systeme beschleunigt, indem zunehmend modulare Hard- und Software verwendet wird.
Die Air Force sieht in solchen Drohnen eine Möglichkeit, die Wirkungsreichweite bemannter Kampfjet-Gruppen zu vergrößern. Führungskräfte sollen ein genaueres Bild der Lage erhalten, die Flotte soll sich günstiger aufstocken lassen, und die Besatzungen wären weniger Gefahren ausgesetzt.
Sensorik und Datenerfassung im Fokus
Während des Tests arbeiteten laut Labor mehrere Komponenten zusammen: Sensoren zur Datenerfassung, Bordcomputer für die Missionsführung sowie Hardware, die Strom und Abwärme im Griff behalten soll.
Hinzu kamen Funkverbindungen, die auch dann halten, wenn kein direkter Sichtkontakt besteht. Laut US-Luftwaffe war das ein Erfolg.
Die am Labor entwickelte Steuerungssoftware, orientiert an behördlichen Vorgaben für autonome Systeme und modulare Missionsausrüstung, habe in realistischer Umgebung zuverlässig Daten verarbeitet und weitergeleitet, die im Gefecht von Bedeutung sind, erklärte Trenton White, Ingenieur in der AFRL-Abteilung Air Warfare, nach den Tests.
Entwicklung seit 2023
Ihren Erstflug absolvierte die von General Atomics entwickelte XQ-67A im März 2024 – der Prototyp wurde nur einen Monat zuvor enthüllt.
Bisher soll die Plattform nur zur Aufklärung dienen. Eine Bewaffnung ist daher nicht vorgesehen. Strukturell ist das Tragen von Waffen allerdings möglich.





