Bomber-Exodus nach Iran-Krieg - USA holen B-52 Stratofortress nach Hause zurück

Bomber-Exodus nach Iran-Einsatz
B-52 Stratofortress verlassen England Richtung USA

ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.07.2026
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In zwei Dreierwellen starteten die insgesamt sechs B-52H Stratofortress, die von Fairford aus im Iran-Krieg mitmischten, am 1. Juli zurück in Richtung USA. Damit fand die Verlegung der Achtstrahler, die am 9. März mit der Ankunft der ersten drei B-52H begann, ihr offizielles Ende. Das erste Stratofortress-Trio verließ Fairford nach Angaben lokaler Planespotter um etwa 10:15 Uhr Ortszeit, die verbliebenen drei Maschinen folgten schließlich am Nachmittag um 14:20 Uhr.

Vom Beginn ihres Deployments bis zum Waffenstillstand zwischen Teheran und Washington am 8. April waren die B-52 täglich stark gefordert. Nach offiziellen Angaben attackierten die USA während der Operation "Epic Fury" rund 13.000 Ziele im Iran, primär mit Lenkbomben und Marschflugkörpern. Wie viele davon die Stratofortress-Crews ins Visier nahmen, ist unklar – neben den rund 60 Jahre alten Bomber-Methusalems setzte die USAF unter anderem auch ihre beiden anderen Bombermuster B-1B Lancer und B-2 Spirit gegen den Iran ein.

Damit waren erstmals überhaupt alle drei US-Langstreckenbomber gleichzeitig an Angriffen beteiligt.

B-52H sind weg, B-1B sind noch da

Während die B-2-Nurflügler ihre Attacken gegen den Iran durchgehend von ihrer Heimatbasis Whiteman in Missouri starteten, hatte die Air Force im März nach und nach insgesamt zwölf B-1B ebenfalls nach Fairford beordert. Die Kampfeinsätze von Großbritannien aus verringerten die Flugzeit Richtung Zielgebiet, was den Crews nicht nur kürzere Einsatzzyklen bescherte, sondern auch verdichtete Angriffswellen möglich machte.

Während die B-52H nun also wieder in der Heimat sind, bleiben die zwölf B-1B Lancer vorerst noch in England und heben regelmäßig zu Trainingsflügen ab. Über Pläne, auch die Überschall-Schwenkflügler aus Fairford abzuziehen, ist aktuell noch nichts bekannt. Die US Air Force hält sich diesbezüglich – wenig überraschend – bedeckt.

Eine Geste des guten Willens?

Der Friedensprozess zwischen dem Iran und den USA erlebte unterdessen noch keinen entscheidenden Durchbruch – zu einer finalen Einigung zwischen den Kriegsparteien kam es jedenfalls bis dato nicht. Auch der seit dem 8. April geltende Waffenstillstand erwies sich in den vergangenen Wochen als fragil, starteten beide Seiten doch immer wieder punktuelle Angriffe und gaben sich jeweils gegenseitig die Schuld dafür.

Vor diesem Hintergrund könnte man den Abzug der B-52H aus Fairford als Geste der Deeskalation werten, wenngleich die Bedrohungslage für den Iran mit dem Verbleib der B-1B in England weiter akut bleibt. Dass die USA ihre Stratofortress auch direkt aus der Heimat angreifen lassen können, haben sie außerdem in den ersten Tagen der Operation "Epic Fury" bewiesen.

Was der B-52-Exodus strategisch für den weiteren Konfliktverlauf bedeutet, bleibt deshalb abzuwarten.