Die Shenyang J-16 ist das erste Mal für einen operationellen Einsatz außerhalb Asiens. Dazu mussten die Jets eine beachtliche 9‑Stunden-Reise über mehr als 6.000 Kilometer hinter sich bringen. Während des Fluges mussten die Maschinen mehrfach in der Luft betankt werden.
Peking hat die allwettertauglichen Mehrzweckkampfjets für eine gemeinsame Übung mit Ägypten nach Afrika geschickt. Bei "Eagles of Civilisation" soll die Kampfkraft beider Luftwaffen unter realen Bedingungen getestet werden.
Das Trainingsprogramm wird sich auf moderne Luftkampftechniken und Luftüberlegenheitsoperationen konzentrieren und dürfte bis in den frühen September andauern.
Internationale Übungen mit Russland und Pakistan gehören bereits zur Einsatzhistorie des Systems. Mit der ägyptischen Luftwaffe ist es das erste Mal. Bei der Erstveranstaltung der gemeinsamen Trainings im vergangenen Jahr schickte Peking noch die leichtere J-10C.
Wichtigstes Muster für Chinas Luftwaffe
Seit ihrer Indienststellung hat sich die J-16 zu Chinas bevorzugtem Arbeitspferd entwickelt. Insgesamt soll die chinesische Luftwaffe Schätzungen zufolge über 450 Maschinen verfügen.
Regelmäßig patrouilliert das Doppelsitzer-Muster entlang der chinesischen Ostküste und der Südchinesischen See.
Die J-16 ist ein klassischer Luftüberlegenheitsjäger. Zwei chinesische WS‑10A-Turbofans beschleunigen das Flugzeug auf Mach 2. Die J-16 bringt es auf eine Reichweite von 3.000 bis 4.000 Kilometern.
Ein AESA-Radar ermöglicht die gleichzeitige Verfolgung mehrerer Ziele. Das Cockpit-Design mit helmmontiertem Display unterstützt den Piloten bei der Orientierung im Kampf.
Auch eine Variante für elektronische Kampfführung, J-16D, existiert inzwischen. Sie verzichtet auf die schwere Kanone und nutzt Tarnkapazitäten sowie Jamming-Pods, um feindliche Radaranlagen auszuschalten.





