„Darkstar“ ist der Star in Edwards
Mavericks Mach 10-Jet gibt sein Airshow-Debüt

Gleich zu Filmbeginn fliegt "Maverick" ihn zu Schrott – doch dafür steht der ominöse Mach 10-Jet "Darkstar" aus dem neuen Top Gun-Streifen im echten Leben umso besser da. Davon konnten sich Besucher am Wochenende erstmals auf der Edwards Air Force Base überzeugen.

Mavericks Mach 10-Jet gibt sein Airshow-Debüt
Foto: USAF

Wer die Bilder aus dem Static Display der Aerospace Valley Air Show sieht, die am Wochenende auf dem US-Stützpunkt Edwards in Kalifornien über die Bühne ging, der kann gut nachvollziehen, warum China eigens einen seiner Spionagesatelliten neu ausrichtete, um das Mock-up des fiktiven Filmflugzeugs "Darkstar" unter die Lupe zu nehmen. Denn der schwarze Hyperschalljet, der in Edwards einträchtig neben seinem realen Vorfahren, der Lockheed SR-71 Blackbird, weilte, sieht nicht nur äußerst spektakulär aus – sondern, zumindest auf den ersten, und selbst auf den zweiten oder dritten Blick, auch täuschend echt.

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Gebaut in den "Skunk Works"

"Darkstar" wurde von den Machern des neuen Fliegerfilms "Top Gun:Maverick" eigens für die Dreharbeiten mit Hauptdarsteller Tom Cruise beauftragt – und unter der Federführung von Konstrukteuren der berühmt-berüchtigten "Skunk Works" von Lockheed Martin entwickelt. Während andere Hollywood-Projekte dieser Art jedoch über ein virtuelles Dasein als Computeranimation nicht hinauskommen, erwachte der schwarze Mach 10-Vogel als wirklichkeitsgetreues Mock-up auch in der echten Welt zum Leben – sogar mit funktionsfähigem Cockpit.

Die Handschrift der "Skunk Works"-Ingenieure ist ihm dabei deutlich anzusehen, kann "Darkstar" doch seine Ähnlichkeit mit dem unbemannten Hyperschallprojekt SR-72 nicht verleugnen. Allerdings besitzt das neue, fiktive Filmflugzeug ein Doppelleitwerk, wohingegen die SR-72 zumindest zu Beginn als Entwurf mit nur einem Seitenleitwerk ausgelegt war. Die für die SR-72 präsentierte Antriebsart, eine Kombination aus Turbofan-Nachbrennertriebwerken und luftatmenden Scramjets, ist derweil auch für den "Darkstar" erste Wahl.

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Auch SOFIA war vor Ort

Am 13. Oktober verließ das Hyperschall-Filmflugzeug in Edwards seine Deckung und wurde per Schlepper auf eine exponierte Parkposition im Static Display geschoben. Dort konnten es die Besucher der Aerospace Valley Air Show am darauffolgenden Wochenende live und aus nächster Nähe bestaunen. Es war zugleich übrigens die erste Flugshow auf der Edwards AFB nach 13 Jahren Pause – und sie war auch abseits des "Darkstar" gespickt mit Highlights. So gab am Boden wie in der Luft etwa die fliegende Sternwarte SOFIA ihre Airshow-Premiere – jene Boeing 747SP, die von NASA und DLR gerade erst in Rente geschickt wurde. Der Auftritt in Edwards dürfte damit zugleich ihre Abschiedsvorstellung gewesen sein. Ob das für den "Darkstar" auch gilt und die teure Filmrequisite nun in der Versenkung verschwindet, bleibt abzuwarten.

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