Das griechische Verteidigungsministerium hat heute einen Vertrag über die Beschaffung von drei Embraer KC-390 unterzeichnet. Der Kauf erfolgt über eine Regierungsvereinbarung mit Portugal und schließt Optionen für drei weitere Maschinen ein. Da Griechenland von Portugal gehaltene Kaufoptionen nutzt, erfolgen die Verhandlungen zwischen Embraer und Portugal. Die griechische Luftwaffe wird den ersten Jettransporter schon im kommenden Jahr erhalten und damit erstmals auch über ein zur Luftbetankung einsetzbares Muster verfügen.
Das Beschaffungskomitee der griechischen Regierung hatte wohl bereits im Juni mit rund 590 Millionen Euro die Mittel für den Erwerb von drei Maschinen genehmigt. Sie sollen die Flotte der betagten C-130 Hercules ersetzen. Mit der Entscheidung wird Griechenland die siebte europäische Nation, die auf die KC-390 setzt. Zu den bisherigen Kunden gehören die Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden, Tschechien und Ungarn.
Außerhalb Europas zählen Brasilien, Kolumbien, Südkorea, Usbekistan und die Vereinten Arabischen Emirate zu den Käufern des brasilianischen Musters. Der Jet verfügt über eine Nutzlast von 26 Tonnen und eine Geschwindigkeit von 870 km/h. Er lässt sich auch auf unbefestigten Pisten einsetzten. Mit Hilfe der Luftbetankungsbehälter unter der Tragfläche kann die KC-390 über die Korb-und-Schlauch-Methode andere Luftfahrzeuge mit Treibstoff versorgen.
Aktuell setzt die Transporteinheit 356 MTM in Elefsis fünf Lockheed Hercules ein, vier C-130H und eine C-130B. Letztere ist eines der ältesten aktiven Militärflugzeuge überhaupt und stammt aus dem Beginn der 60er Jahre. Die Embraer KC-390 hatte sich im Wettbewerb für die Nachfolge gegen die Lockheed Martin C-130J Hercules durchgesetzt.





