KF-21 bekommt neue Langstrecken-Luft-Luft-Rakete: KAI und Hyundai Rotem kooperieren

KAI und Hyundai Rotem kooperieren bei Kampfjet
KF-21 bekommt neue Langstrecken-Luft-Luft-Rakete

ArtikeldatumVeröffentlicht am 18.08.2026
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Südkoreas Rüstungskonzern Korea Aerospace Industries (KAI) und der Hersteller Hyundai Rotem wollen künftig gemeinsam an der Entwicklung und Integration von Langstrecken-Luft-Luft-Flugkörpern für den neuen koreanischen Kampfjet KF-21 arbeiten.

Das Memorandum of Understanding (MoU) sieht vor, dass die Partner künftig bei der Entwicklung und Systemintegration von Flugzeugplattformen, inklusive der KF-21, sowie bei luftgestützten Waffensystemen zusammenarbeiten.

Darüber hinaus wollen KAI und Hyundai Rotem gemeinsame Exportmodelle prüfen, bei denen Flugzeuge und dazugehörige Waffensysteme als Gesamtpaket vermarktet werden sollen.

Hyundai Rotem produziert bisher in erster Linie landgestützte Systeme. In Zukunft soll das Portfolio allerdings erweitert werden. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben unter anderem an Antriebssystemen, Langstrecken-Lenkwaffen sowie an hyperschallfähigen Flugkörpern.

Exportgeschäfte nur in kleinem Umfang

Für internationale Käufer ist das Gesamtpaket zur Integration, Waffen, Munition, Ersatzteilen und Wartung wichtiger als die Plattform selbst. Der neuen KF-21, die erst seit wenigen Monaten die Bescheinigung der vollen Gefechtstauglichkeit erhalten hat, könnte eine heimische, integrierte Lenkwaffe also guttun.

Der Jet ist Südkoreas erster vollständig im eigenen Land entwickelter Kampfjet. Die ersten Flugzeuge sollen Ende des Jahres bei der südkoreanischen Luftwaffe ankommen, bis 2028 sollen 40 ausgeliefert sein. 2032 soll die Luftwaffe über insgesamt 120 KF-21 verfügen.

Südkoreanische KF-21 bei ihrem Rollout am 25. März 2026.
Lee Jae-myung (Präsident der Republik Korea)

Ursprünglicher Entwicklungspartner Indonesien, der einst rund ein Fünftel der Entwicklungskosten übernehmen und bis zu 48 Maschinen abnehmen sollte, hat seine Bestellabsichten mittlerweile deutlich reduziert. Aktuellen Berichten zufolge plant Jakarta nur noch den Kauf von 16 Jets und selbst diese Order steht noch aus.

Beobachter gehen dennoch davon aus, dass Indonesien am Ende zumindest eine reduzierte Stückzahl abnehmen wird, da im Rahmen der bisherigen Entwicklungspartnerschaft bereits erhebliche Summen investiert wurden.

Für Südkoreas Exportstrategie, die stark auf gemeinsame Entwicklungsprojekte als Sprungbrett für spätere Verkäufe setzt, wäre ein Ausbleiben der indonesischen Bestellung ein schwieriges Signal. Zumal bislang außer den Philippinen kein weiteres Land konkrete Kaufabsichten für den KF-21 signalisiert hat.