Su-35SE kommen erst nach Kriegsende in den Iran - sagen die Revolutionsgarden

Revolutionsgarden kündigen Lieferung an
Su-35SE kommen erst nach Kriegsende in den Iran

ArtikeldatumVeröffentlicht am 03.11.2026
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Der Iran will seine Luftflotte mit Suchoi Su-35SE aus Russland aufrüsten – allerdings erst, wenn der Krieg mit den USA und Israel beendet ist. Das sagte Mohammad Akraminia, Sprecher der Revolutionsgarden (IRGC), in einem Interview mit der persischen Nachrichtenseite Tabnak.

Das Geschäft sei längst unter Dach und Fach. Verträge seien unterzeichnet und die Beschaffung abgewickelt.

Ausbildung bereits abgeschlossen

Eine Überraschung ist das nicht, denn schon seit mehr als einem Jahr ist bekannt, dass der Iran den Luftüberlegenheitsjäger aus Russland bestellt hat.

Eigentlich, so der Sprecher, hätten die Jets schon vor Beginn des Krieges Ende Februar im Land sein sollen. Warum es dazu nicht kam, ließ er offen. Allerdings wurde der vorgesehene Heimatstützpunkt Hamadan bei früheren Angriffen schwer beschädigt, Start- und Landebahnen sowie Wartungsanlagen müssen erst wieder instand gesetzt werden.

Die Piloten hätten ihre Ausbildung bereits abgeschlossen, Probleme gebe es an dieser Stelle nicht mehr. Nun gehe er fest davon aus, dass die Maschinen nach dem Krieg ankommen und die Flotte erneuern.

UAC

Bereits vor zwei Jahren gab es Spekulationen über eine erste Lieferung von Su-35SE an den Iran – was sich allerdings als Falschmeldung herausstellte.

Laut Berichten, die sich auf Quellen aus dem Umfeld der iranischen Luftwaffe stützen, treibt Russland die Fertigung der Su-35SE für Teheran schnell voran. Bis Anfang 2027 sollen rund 30 Maschinen fertig sein, bestellt hat der Iran offenbar etwa 50 Exemplare. Wann genau die Suchois allerdings eintreffen, ist unklar.

Technik aus dem Ausland soll heimische Industrie stärken

Mit den Jets allein sei es nicht getan, betonte der IRGC-Sprecher. Ein modernes Kampfflugzeug entfalte sein Potenzial erst im Verbund mit Bodenradar, fliegenden Radarplattformen und Satellitenunterstützung. An allen drei Bereichen arbeite der Iran. Importierte Technik solle als Grundlage dienen, auf der die heimische Rüstungsindustrie die Systeme weiterentwickeln werde.

Für den Iran wäre die Lieferung neuer Kampfflugzeuge in jedem Fall eine militärische Bereicherung. Denn mit Sicherheit kann nicht gesagt werden, wie viele Maschinen in der iranischen Flotte überhaupt vollständig einsatzfähig sind. Durch Sanktionen und Nutzung einiger Flugzeuge als Ersatzteilspender war die Flotte schon vor dem Ausbruch des Krieges mit den USA und Israels stark abgenutzt und obendrein technisch veraltet.