Neue Lieferung
Kuwait fliegt die besten Eurofighter, die es gibt

Sie sollen die Luftmacht des Emirats nachhaltig stärken – und sie sind die modernsten Eurofighter, die man derzeit kaufen kann: Kuwait nahm Ende März zwei weitere werksneue Typhoons der Tranche 3A in Empfang. Fehlen noch 24 weitere.

Kuwait fliegt die besten Eurofighter, die es gibt
Foto: Leonardo

Kuwaits Eurofighter kommen mit Verspätung: Bereits im Jahr 2016 hatte die kuwaitische Regierung sich zum Kauf von 28 Typhoons der Tranche 3A entschieden. Ab 2019, so hieß es damals, sollte die Auslieferung starten. Daraus wurde bekanntlich nichts, doch im Dezember 2021 trafen die beiden ersten, langersehnten Eurofighter für Kuwait auf ihrer neuen Heimatbasis Al Salem ein. Rund drei Monate später ist aus dem Duo ein Quartett geworden: Am 29. März landeten zwei weitere kuwaitische Typhoons in Al Salem – nachdem sie zuvor vom italienischen Flughafen Turin-Caselle gestartet und unterwegs von einem KC-767A-Tanker der italienischen Luftwaffe eskortiert worden waren.

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AESA-Radar und Meteor-Lenkwaffen

Bei allen vier bislang übergebenen Jets handelt es sich um Eurofighter-Doppelsitzer. Sie dienen der Ausbildung und dem Training kuwaitischer Piloten auf dem neuen Muster. Insgesamt sechs der 28 georderten Flugzeuge werden Exemplare mit Tandem-Cockpit sein. Die kuwaitischen Eurofighter rollen in Italien bei Leonardo aus der Endmontage und sind, dank Standard P3E (Phase 3 Enhancement), technisch der letzte Schrei der Eurofighter-Entwicklung. Zur Ausstattung zählen ein hochmodernes Captor-E-AESA-Radar (ECRS Mk 0), ein allgemeines Avionik-Update und ein umfangreiches Waffenpaket. Jenes umfasst neben der neuen europäischen Langstrecken-Luft-Luft-Lenkwaffe Meteor auch die Panzerabwehrrakete Brimstone 2 sowie Storm-Shadow-Marschflugkörper. Dazu kommt die einläufige Mauser BK-27-Bordkanone mit Kaliber 27 Millimeter, die pro Minute bis zu 1.700 Schuss Munition abfeuern kann.

Leonardo
Die kuwaitischen Typhoons sind der letzte Schrei der Eurofighter-Entwicklung - mit Avionik-Update und AESA-Radar.

Premiere beim Nationalfeiertag

Ihren ersten öffentlichen Auftritt haben die kuwaitischen Typhoons ebenfalls schon hinter sich. So nahmen die ersten Exemplare, damals noch zu zweit, Ende Februar an der Luftparade zum Nationalfeiertag des Emirates teil. Ein Anblick, der Guido Sibona, bei Leonardo verantwortlich für das Eurofighter-Programm, nach eigenem Bekunden "sehr stolz" machte. Die Flotte werde nun planmäßig weiter vergrößert, Kuwaits Luftverteidigung erhalte durch die neuen Jets einen beeindruckenden Fähigkeitsschub. "Die Eurofighter, die wir für die kuwaitische Luftwaffe entwickelt und produziert haben, sind die modernsten im gesamten Typhoon-Programm", unterstrich Sibona.

Zum Vertrag mit Kuwait gehört neben den Flugzeugen selbst auch der Aufbau von Wartungs-Infrastruktur vor Ort sowie die Ausbildung von Piloten und Technikern. Hierfür zeichnet die italienische Luftwaffe verantwortlich.

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