Die russische Flugzeugbau-Holding OAK hat nach eigenen Angaben eine weitere Charge Suchoi Su-35S an die russischen Streitkräfte übergeben. Es ist die dritte Übergabe in diesem Jahr.
Wie seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine üblich, veröffentlicht Russland nicht, wie viele neue "Super-Flanker" übergeben worden sind. In den vergangenen Jahren waren es pro Lieferung mutmaßlich zwei bis drei Maschinen.
Im Mai wurden mindestens zwei Su-35S ausgehändigt und auch dieses Mal sind in einem von OAK veröffentlichten Video wenigstens zwei der wendigen Mehrzweckjäger zu sehen. Allerdings ohne Seriennummern und weitere Erkennungsmerkmale. Damit dürften bis dato zwischen 155 und 160 der Jets ausgeliefert worden sein.
Einsatz im Ukraine-Krieg
Vor der Übergabe mussten die Flugzeuge wie üblich werksseitige Testreihen vollständig durchlaufen, bevor sie von Komsomolsk am Amur zu ihrem Stationierungsort überführt wurden – wohin die Su-35S genau gehen, wurde nicht genannt. Stationiert sind die Maschinen unter anderem in Besowez, nahe der finnischen Grenze, in Centralnaja Uglowaja oder auf der Halbinsel Kamtschatka.
Aufgenommen wurde das von OAK veröffentlichte Video wahrscheinlich auf dem Militärflugplatz Dsemgi, dem Werksflugplatz für das benachbarte Flugzeugwerk von Komsomolsk am Amur, wo auch die Su-57 gefertigt werden.
Su-35-Abschuss durch die Ukraine
Im Zuge der Angriffe auf die Ukraine sind die Jets zeitweise auf verschiedenen frontnahen Stützpunkten wie in Borisoglebsk untergebracht. Unter anderem zeigten Satellitenaufnahmen die "Super-Flanker" dort wiederholt.
Die Su-35S werden von der russischen Luftwaffe unter anderem zum Abfangen von Luftzielen, und zum Schutz von Angriffsverbänden und Bodeneinrichtungen, aber auch zur Bekämpfung von Drohnen eingesetzt. Zudem fliegen die Flugzeuge präzisionsgelenkte Angriffe auf Boden- und Seeziele oder führen Aufklärungsflüge durch.
Erst kürzlich hatte die ukrainische Luftwaffe den Abschuss einer russischen Su-35S im östlichen Frontabschnitt gemeldet, ohne dabei nähere Angaben zum Hergang zu machen. Der russische Telegram-Kanal "Fighterbomber", der der russischen Luftwaffe nahesteht, bestätigte den Vorfall indirekt und sprach von einem Luftgefecht, bei dem die russische Maschine allein zwei ukrainischen F-16 gegenüberstand. Der Pilot habe sich demnach retten können.
Insgesamt soll die russische Luftwaffe seit Kriegsbeginn im Februar 2022 acht Su-35S verloren haben.





