Stealth-Jet strandet auf den Azoren - Erste finnische F-35 landen in der Heimat

Lightning II strandet auf den Azoren
Erste finnische F-35 landen in der Heimat

ArtikeldatumVeröffentlicht am 21.09.2026
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Am 18. September setzten die ersten zwei Lockheed Martin F-35A auf der Piste in Rovaniemi auf. Dort gehen sie beim Lapland-Geschwader in Dienst. Damit verfügt die finnische Luftwaffe Ilmavoimat über die ersten Exemplare des Stealth-Kampfflugzeugs im eigenen Land. Drei Jets waren am 15. September zusammen mit drei für Belgien bestimmten Lightning II vom Endmontage-Standort Fort Worth in Texas aufgebrochen. Die Überführung erfolgte mit einem Zwischenstopp in Lajes auf den Azoren. Dort blieb aber eine finnische Maschine liegen. Vor dem Start hatte das System des Flugzeuges einen Avionik-Fehler gemeldet. Da sich das Problem vor Ort nicht beheben ließ und der Abflug der Formation mit ihren KC-135-Tankern nicht verschoben werden konnte, blieb die F-35 zurück.

Das benötigte Ersatzteil wird derzeit auf die Azoren geliefert. Doch der gestrandete Kampfjet wird auch nach der Reparatur noch eine Weile in Lajes bleiben müssen. Wie der Stabschef der Luftwaffe, Aki Puustinen, gegenüber dem finnischen Nachrichtenportal Yle sagte, sei es nicht sinnvoll, das Flugzeug separat nach Finnland zu verlegen, da der Überflug über den Atlantik Luftbetankungsunterstützung erfordert. Daher werde das Flugzeug zusammen mit der nächsten Flugzeugcharge nach Finnland geflogen. Wann diese erfolgt, ist noch nicht öffentlich bekannt.

Willkommensfeier in Finnland

Bei der Überführung befanden sich Piloten der US Air Force am Steuer. Während des Fluges waren die finnischen Hoheitszeichen aufgrund von US-Vorschriften abgedeckt. Eskortiert von finnischen F/A-18 landeten die Lightning II um 17.45 Ortszeit in Finnland. Derzeit durchlaufen sie die nach der Überführung vorgeschriebenen Inspektionen. Am 1. Oktober soll eine offizielle Willkommensfeier mit Präsident Alexander Stubb erfolgen.

Insgesamt hat Finnland 64 Exemplare der Lightning II bestellt (Kennungen JF-501 bis JF-564). Die ersten acht Flugzeuge aus dem F-35-Produktionslos 17 dienen bereits der Ausbildung von Piloten auf der Ebbing Air National Guard Base in Arkansas. In Rovaniemi landeten nun die Maschinen JF-510 und JF-512. Das Erreichen der vollen Einsatzbereitschaft des Musters plant die Ilmavoimat für Ende 2030.

Nach der Einheit in Rovaniemi wird das Karelia-Geschwader in Rissala auf die F-35A umrüsten. Dort erwartet man die ersten Stealth-Jets im Jahr 2028. Auch die Basen in Pirkkala und Tikkakoski bereiten sich auf die Lightning II vor.