Nach der Ankunft auf dem Gelände der Egypt Airshow in el-Alamein hatte die Suchoi Su-57 nach Angaben des russischen Rüstungskonzerns Rostec noch Sprit für 1000 Kilometer in den Tanks. "Dies reichte aus, um am nächsten Tag einen Demonstrationsflug durchzuführen, dessen Aufwendigkeit einem vollwertigen Luftkampf entsprach", schreibt Rostec.
Für das – von Testpilot Sergej Bogdan gewohnt eindrucksvoll geflogene – Display am ersten Airshow-Tag musste die Su-57 also nicht frisch nachtanken. Den Weg aus Russland nach Ägypten, mutmaßlich vom Flughafen Schukowski vor den Toren Moskaus, hatte der Stealth-Kampfjet zuvor mit einem Zwischenstopp zurückgelegt.
Für die Überführung nach Ägypten waren trotzdem zusätzliche Kerosinreserven nötig. Diese trug die Su-57 allerdings nicht, wie üblich, in externen Zusatztanks unter den Tragflächen mit sich – sondern in maßgeschneiderten Behältern, die intern im vorderen der beiden zentralen Waffenschächte im Rumpf Platz fanden.
Ein Foto aus el-Alamein, das die Su-57 beim Demoflug mit teilweise geöffneten Waffenschächten zeigt, gibt den Blick frei auf die beiden roten Tanks, während der Kampfjet in zwei separaten, seitlich platzierten Schächten zwei Luft-Luft-Raketen des Typs Wympel R-74M2 mitführt.

Auf der Dubai Airshow 2025 öffnete die Su-57 erstmals vor der Öffentlichkeit einen Teil ihrer Waffenschächte - und gab unter anderem den Blick auf zwei Anti-Radar-Raketen CH-58USchK frei.
Interne Tanks ersetzen Außenlasten
Der hintere Hauptschacht im Rumpf ist auf dem Foto geschlossen – wie auch bereits bei vorangegangenen Auftritten der Su-57 auf der Dubai Airshow 2025. Dort hatte der Tarnkappenjet statt der internen Zusatztanks jedoch zwei Boden-Luft-Raketen vom Typ Ch-58USchK mitgeführt, die zur Bekämpfung von Radaranlagen eingesetzt werden.
Rostec hebt nach dem Debüt der Su-57 in Ägypten hervor, dass die Möglichkeit, zusätzliche Treibstofftanks intern zu verbauen, ohne das Flugzeug damit seiner Bewaffnung zu berauben, das Mitführen externer Tanks obsolet mache.
Rostec lobt Reichweite der Su-57
"Die Option, Einbautanks in den Laderäumen anstelle von Außenlasten zu verwenden, entspricht voll und ganz dem Konzept eines Flugzeugs der fünften Generation", schreibt der Staatskonzern. "Diese Lösung ermöglicht es, die Aerodynamik des Flugzeugs zu erhalten und eine beträchtliche Reichweite zu gewährleisten."
Der Flug nach Ägypten und die Vorführung vor Ort hätten gezeigt, dass die Su-57 in ihrer Klasse "hinsichtlich der Parameter Einsatzradius und Verweildauer in der Luft unübertroffen ist", so Rostec weiter.
Einen Auftrag für die Exportversion Su-57E konnte Rostec allerdings auch auf der Egypt Airshow nicht vermelden. Bislang hat außerhalb Russlands lediglich Algerien die Su-57 bestellt, das von Russland stark umworbene Indien hatte dem Fighter im August dagegen eine Abfuhr erteilt – zumindest vorerst.





