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Airbus A319 Open Skies der Luftwaffe Lufthansa Technik
Airbus A319 Open Skies der Luftwaffe
Airbus A319 Open Skies der Luftwaffe
Airbus A319 Open Skies der Luftwaffe 4 Bilder

Übergabe bei Lufthansa Technik

A319 Open Skies für die Luftwaffe

Die Bundeswehr hat heute eine speziell für Beobachtungsflüge im Rahmen des Vertrages über den „Offenen Himmel“ (Open Skies) ausgerüstete A319CJ erhalten.

Bei der feierlichen Übergabe in Hamburg waren auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und des Staatsministers im Auswärtigen Amt Niels Annen anwesend. Annen sagte: „Der Open-Skies-Vertrag ist eine unverzichtbare Säule der Rüstungskontrolle im OSZE-Raum. Wir setzen uns dafür ein, dass er trotz mancher Schwierigkeiten weiterhin funktioniert und von allen Seiten vollständig implementiert wird. ... Deswegen freue ich mich, dass Deutschland wieder ein eigenes, modernes Flugzeug für Überflüge bereitstellt.“

Der Airbus A319 wurde in rund 26 Monaten Liegezeit auf der Lufthansa-Basis in Hamburg zunächst grundüberholt und erhielt anschließend mehr als 150 Modifikationen, von der Umsetzung kleinerer Flugtüchtigkeitsdirektiven bis hin zu grundlegenden Eingriffen in die Struktur des Flugzeugs.

Dazu zählten der Austausch eines sieben Meter langen Teils der Außenhaut auf der Rumpfoberseite sowie die ausgefrästen und verglasten Öffnungen im Flugzeugboden, die den Einsatz der Beobachtungs- und Kameratechnik auf Open-Skies-Flügen erst ermöglichen.

Neben dem Einbau der digital-optischen Kamerasysteme für drei verschiedene Flughöhen und der Installation eines digitalen Infrarotsensors umfasste die Liegezeit auch größere Modifikationen an der Kabine des Flugzeugs. Für den neuen Einsatzzweck wurde sie unter anderem mit vier ergonomischen Bedienstationen für das Beobachtungspersonal ausgerüstet.

Im sogenannten Missionsbereich verfügt das Flugzeug darüber hinaus über weitere 16 Sitze für Personal des überflogenen Vertragsstaates und für Personal von Partnernationen. Damit alle Systeme jederzeit und ohne großen Aufwand erreicht und inspiziert werden können, haben die Ingenieure überall in der Kabine und ihren Einbauten Wartungsklappen und Zugänge installiert.

Drei Zertifikate, sogenannte „Supplemental Type Certificates“, waren für die Zulassung erforderlich: jeweils eines für die Modifikation der Struktur, für die Kamerafenster im Rumpf sowie für die Modifikation von Kabine und Cockpit. Das Flugzeug wird eine zivile und eine militärische luftfahrtrechtliche Zulassung erhalten.

Bevor die Maschine für Beobachtungsflüge über anderen Vertragsstaaten genutzt werden kann, muss sie noch von allen Mitgliedsstaaten akkreditiert werden. Andere Nationen können das Flugzeug dann auch für ihre Missionsflüge mieten. Betrieben wird der A319 „Offener Himmel“ zukünftig mit dem Personal der Flugbereitschaft sowie des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr.

Lufthansa Technik war als Generalunternehmer und Systemintegrator für den „termin- und budgetgerechten Umbau“ zuständig und koordienierte die Arbeit mit mehr als einem Dutzend Industriepartnern anhand der Anforderungen der Bundeswehr.

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