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Airbus A400M-Transporter waren zuletzt bei der Afghanistan-Evakuierung im Einsatz. Bundeswehr
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Airbus A400M erreicht „Operating Clearane 2.5“

Vielfältige Verbesserungen A400M erreicht „Operating Clearane 2.5“

Die europäische Rüstungsagentur OCCAR hat beim A400M-Transporter jüngst den Luftfahrzeugstandard mit der Bezeichnung "New Standard Operating Clearance 2.5" (NSOC 2.5) abgenommen.

NSOC 2.5 stellt den Nutzernationen eine Vielzahl von Verbesserungen für bereits ausgelieferte A400M, aber auch völlig neue Fähigkeiten zur Verfügung. Unter anderem sind in diesem Paket die Befähigung zum simultanen Absetzen von Fallschirmspringenden mit automatisch ausgelösten Fallschirmen und die Befähigung zum Absetzen von Lasten im Ausziehverfahren enthalten.

Darüber hinaus können nun bodensystem-unabhängige Instrumentenanflüge durchgeführt werden. Zudem wurde die Selbstschutzanlage weiter optimiert und eine Anfangsbefähigung für den automatischen Tiefflug qualifiziert und zugelassen.

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) wird einen Teil dieser Fähigkeiten für die Nutzung durch die Luftwaffe in Kürze freigeben. Der verbleibende Anteil wird zeitnah einer Einsatzprüfung unterzogen.

Im weiteren Verlauf des A400M Programms stehen das Aufheben einiger Einschränkungen der Betriebsgrenzen im Flugbetrieb, die sich standardmäßig aus dem Zulassungsprozess für Luftfahrzeuge ergeben, sowie das Erreichen des finalen Luftfahrzeugstandards "SOC 3" im Fokus.

Luftfahrzeuge, die in diesem Standard ab 2023 neu ausgeliefert werden, verfügen dann ab Werk über die vertraglich vorgesehenen Fähigkeiten. Alle anderen deutschen A400M werden in den kommenden Jahren im Rahmen des sogenannten "Retrofit Programms" vollständig auf den SOC3 Standard nachgerüstet.