Israel kauft zwei neue Staffeln F-35 und F-15 – jeweils 25 Flugzeuge. Die exakte Zahl wurde zwar nicht ausdrücklich genannt – aus Sicherheitsgründen, wie es hieß -, doch gemeinhin besitzen die Staffeln in der israelischen Luftwaffe eine Größe von 25 Flugzeuge. Entsprechend dürfte sich der Umfang der neuen Bestellung auf insgesamt 50 Maschinen belaufen.
Neben der Beschaffung selbst sollen auch Integration in bestehende Luftwaffensysteme, Wartungsverträge, Ersatzteile und logistische Unterstützung inbegriffen sein. Eine konkrete Kaufsumme wurde nicht bekannt gegeben.
Der Deal ist Teil eines Plans zur Stärkung des Militärs, der insgesamt über 100 Milliarden Euro kosten soll.
Eigene Variante der F-15EX
Im Januar hatte Israel den Vertrag über 25 F-15IA geschlossen; mit der Option auf die Beschaffung weiterer Maschinen. Die Vereinbarung umfasste Entwicklung, Integration, Instrumentierung und Erprobung der neuen Variante. Die Arbeiten werden in St. Louis, Missouri, durchgeführt und sollen bis Ende 2035 abgeschlossen sein.
Das Vertragsvolumen betrug rund 8,58 Milliarden US-Dollar, wovon 8,4 Milliarden aus "Foreign Military Sales"-Mitteln stammen.
Die F-15IA orientiert sich weitgehend an der F-15EX der US Air Force, der aktuell modernsten Eagle-Version. Sie verfügt über neue Avionik, ein Glascockpit, ein Radar mit elektronischer Strahlschwenkung sowie eine moderne Fly-by-Wire-Steuerung.
Israel gehört zu den langjährigen Nutzern des Typs und nahm die ersten Maschinen bereits Ende 1976 in Dienst. In den 1990er-Jahren folgte die F-15I als bislang letzte Beschaffung. Eine Flottenverjüngung stand dennoch schon länger auf der Agenda, denn Interesse an der F-15EX hatte Israel bereits 2020 angemeldet.
F-35I Adir
Mit dem Kauf wird auch die F-35-Flotte des Landes massiv ausgebaut. Nach Auslieferung aller Jets wären Israel einer der größten Betreiber weltweit. Bisher ist es außerdem das einzige F-35-Betreiberland, das von den USA die Erlaubnis erhielt, die Software des Jets mit eigenen Systemen zu modifizieren.
Die israelische Variante trägt den Namen Adir und wurde mit nationalen Systemen zur elektronischen Kampfführung sowie israelischer Avionik ausgestattet.
Alle anderen Käufernationen müssen die vom Hersteller vorgesehene Standardkonfiguration übernehmen. Seit 2016 sind die Maschinen offiziell bei den israelischen Streitkräften im Dienst.





