Puma-Hubschrauber verlässt Französisch-Guayana nach fast 50 Jahren im Dienst

Nach fast 50 Dienstjahren
Puma-Hubschrauber verlässt Französisch-Guayana

ArtikeldatumVeröffentlicht am 05.08.2026
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Guyana, Frankreich, Aérospatiale SA 330 Puma
Foto: Forces armées en Guyane

Fast ein halbes Jahrhundert prägte die Aérospatiale SA 330B Puma den Alltag der französischen Armee in Französisch-Guyana entscheidend mit. Jetzt ist diese Ära zu Ende: Am vergangenen Wochenende hat die "Escadron de Transport 68 Antilles-Guyane" ihre Pumas offiziell verabschiedet.

Nach 47 Dienstjahren übernehmen nun deutlich modernere Helikopter die Aufgaben des Transporthubschraubers auf dem südamerikanischen Außenposten Frankreichs.

Die letzten beiden verbliebenen Maschinen sollen in Kürze zurück nach Frankreich überführt werden.

Einsatz jenseits des reinen Truppentransports

Zur Hauptaufgabe des Hubschraubers zählte über all die Jahre der Transport von Soldaten der Fremdenlegion und der Marineinfanterie sowie gelegentlich auch von Pionieren, die in der Region stationiert waren.

Daneben übernahm der Puma jedoch eine ganze Reihe weiterer Aufgaben. Er sicherte zum Beispiel das in Französisch-Guyana liegende Weltraumzentrum in Kourou und war bei Such- und Rettungseinsätzen beteiligt.

Auch medizinische Notfallteams und Feuerwehreinheiten konnten im Bedarfsfall auf die Hubschrauber zurückgreifen.

Entwickelt wurde der Puma bereits in den 1960er-Jahren von Sud Aviation, dem Vorgängerunternehmen von Aérospatiale. 1987 lief die Serienproduktion schließlich aus.

Sowohl Rumänien als auch Südafrika stellten den Hubschraubertyp in Lizenz her. Großbritannien rüstete mehrere Maschinen auf den moderneren Standard HC Mk 2 um.

Ersatz seit 2025 vor Ort

Der Nachfolger, die Airbus H225M, ist bereits seit über einem Jahr in Französisch-Guyana im Einsatz. Der Auftrag stammt bereits aus dem Jahr 2021. Frankreich will seine Hubschrauberflotte, die derzeit weltweit fliegt, insgesamt vereinheitlichen.

Frankreich war laut Airbus der erste Betreiberstaat der H225M überhaupt und hat laut Hersteller den Nutzen der Maschine bei Kampfeinsätzen, Rettungsmissionen, Katastrophenhilfe und medizinischen Evakuierungen wiederholt unter Beweis gestellt.

Die Streitkräfte profitieren nun von sämtlichen Weiterentwicklungen, die seit der Einführung des Musters bei den französischen Streitkräften im Jahr 2006 in die H225M eingeflossen seien, erklärte Airbus Helicopters-CEO Bruno Even bei der Übergabe.

Technisch setzen die Puma-Nachfolger auf modernste Avionik. Die französischen Exemplare, ebenfalls unter dem Namen Caracal bekannt, verfügen unter anderem über das elektrooptische System Euroflir 410 von Safran sowie das Trägheitsnavigationssystem Sigma.