Demonstrator für Ariane 6 Oberstufe
Phoebus aus Kohlefasern

ArianeGroup hat von der Europäischen Weltraumorganisation ESA den Zuschlag erhalten, die Entwicklung von Phoebus als Demonstrator der neuen Oberstufe von Ariane 6 aus superleichten Verbundwerkstoffen auf Basis von Kohlefasern fortzusetzen.

Phoebus-Oberstufe für die Ariane 6.
Foto: ArianeGroup

Es geht darum, Gewicht einzusparen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Als Hauptauftragnehmer arbeitet ArianeGroup mit MT Aerospace zusammen, um Phoebus in zwei Phasen bis Mitte 2023 und in 2025 zu testen und zu validieren.

Dieses neue Abkommen mit einem Volumen von 50 Millionen Euro folgt auf Verträge, die im Mai 2019 und im Mai 2021 mit der ESA unterzeichnet worden waren.

Phoebus (Prototype for a Highly OptimizEd Black Upper Stage) ist ein Schlüsselprogramm zur Optimierung der Oberstufe ICARUS (Innovative Carbon ARiane Upper Stage). "Phoebus ist ein wichtiger Schritt zur Entwicklung der neuen 'schwarzen Oberstufe' von Ariane 6 und anderer zukünftiger Trägerraketen und wird auch der Einführung von Technologien für kryogene Anwendungen von Verbundwerkstoffen und für flüssigen Wasserstoff in der Luftfahrt dienen", sagte Karl-Heinz Servos, Leiter Produktion der ArianeGroup.

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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird in seinem Testzentrum in Lampoldshausen in Deutschland die Leistung des Phoebus-Demonstrators mit kryogenem Wasserstoff und Sauerstoff evaluieren.

Das Projekt wird zunächst bis Mitte 2023 mit dem Bau und den Tests des "Technology Control Vehicle", einer verkleinerten Version mit einem Durchmesser von zwei Metern, voranschreiten, um die Fertigungsprozesse zu demonstrieren. In der Folge wird ArianeGroup mit Komponenten von MT Aerospace den Phoebus-Demonstrator zusammenfügen und testen; der Demonstrator besteht aus einem Tank für flüssigen Wasserstoff, der auf einem Tank für flüssigen Sauerstoff montiert ist, und hat dieselben Abmessungen wie die zukünftige Kohlefaser-Oberstufe. Die abschließenden Tests, die den Füll- und Betankungszyklus, den Druckaufbau und die Entleerung der Tanks umfassen, werden gegen Ende 2025 im Testzentrum des DLR in Lampoldshausen in Süddeutschland durchgeführt.

Das Phoebus-Projekt ist Teil des "Future Launchers Preparatory Programmes" des ESA-Direktorats für Weltraumtransport.

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