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ISRO

Indische Mondmission Chandrayaan-2

Kontakt zum Lander kurz vor Aufsetzen abgerissen

Bis zu einer Höhe von 2,1 Kilometern über der Mondoberfläche verlief alles nach Plan, dann jedoch verlor die Bodenstation den Kontakt zum Mondlander „Vikrim“. Indiens ehrgeizigen Plan, die vierte Nation zu werden, der eine weiche Landung auf dem Mond gelingt, ist somit vorerst vereitelt.

Die Mission Chandrayaan-2 (Mondfahrzeug 2) besteht aus drei Teilen: einem Orbiter, der den Mond umkreist, dem Lander Vikrim (benannt nach Dr. Virkram A. Sarabhai, dem Vater des indischen Raumfahrtprogramms) und dem Mondrover Pragyan (indisch für „Weisheit“). Nach dem Start am 22. Juli flog das Raumfahrzeug zunächst mehrere Manöver, um im die Nähe des Mondes zu gelangen. In der Umlaufbahn des Erdtrabanten trennte sich dann am 2. September der Lander vom Orbiter ab.

Landeplatz auf der Südseite des Mondes

Während der Orbiter weiterhin den Mond umkreisen soll, begann der Lander von einem Orbit mit einer Umlaufbahn von 119 mal 127 Kilometern den Abstieg zur Mondoberfläche. Als Landeplatz wurde eine Stelle im Süden der von der Erde aus sichtbaren Seite des Mondes ausgewählt, zwischen den Kratern Manzinus C und Simpelius N. Der Kontakt zum Missionkontrollzentrum am Boden erfolgte über zwei Bodenstationen: das Telemetry, Tracking and Command Network (ISTRAC) der indischen Raumfahrtbehörde in Bengaluru, Südindien und die Antennen des Indian Deep Space Network (IDSN) in Bylalu bei Bengaluru.

Schicksal des Landers ist unklar

Die Erkundung auf der Mondoberfläche war für einen lunaren Tag vorgesehen, was etwa 14 Tagen auf der Erde entspricht. Sowohl der Rover als auch der Lander waren mit Instrumenten ausgestattet – neben Kameras sollten auch Mondbeben aufgezeichnet werden, die Mond-Ionisphäre vermessen und die thermische Leitfähigkeit bestimmt werden. Auch die chemische Zusammensetzung der Landestelle und die Elementhäufigkeiten wollten die Inder untersuchen.

Daraus wird nun erst einmal nichts, denn von Lander und Rover fehlt aktuell jede Spur. Weshalb der Kontakt bei der Landung abriss und was mit dem Lander im Anschluss passiert ist, ist noch nicht bekannt.

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