Artemis I Rollout (NASA/Joel Kowsky)
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Tanktest und Startversuch verzögern sich

Space Launch System Tanktest und Startversuch verzögern sich

Nach der Reparatur zweier Dichtungen hat die NASA die nächsten Schritte angekündigt. Der kryogene Betankungstest soll nun erst vier Tage später als ursprünglich geplant stattfinden. Damit verschieben sich auch die möglichen Startoptionen. Und noch immer fehlt eine dringend benötigte Sondergenehmigung der US Space Force.

Um die neuen Dichtungen für zwei Wasserstoff-Zuleitungen an der Hauptstufe des Space Launch System (SLS) zu erproben, sollen Haupt- und Oberstufe der Rakete frühestens am 21. September testweise mit Flüssigwasserstoff und Flüssigsauerstoff betankt werden. Das teilte die NASA am Montagabend mit. In einer Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag war noch die Hoffnung geäußert worden, den Test am 17. September durchführen zu können.

Damit wird ein zuvor ins Spiel gebrachter Start am 23. September unmöglich. Die NASA nimmt nun den 27. September ins Visier, als möglicher Ersatztermin wird der 2. Oktober untersucht.

"Die aktualisierten Daten stellen eine sorgfältige Abwägung mehrerer logistischer Themen dar, einschließlich des zusätzlichen Werts, mehr Zeit für die Vorbereitung des kryogenen Demonstrationstests und anschließend mehr Zeit für die Vorbereitung des Starts zu haben. Die Daten ermöglichen es den Managern auch, sicherzustellen, dass die Teams genügend Ruhe haben, und um die Vorräte an kryogenen Treibmitteln aufzufüllen", so die NASA in einer Mitteilung auf ihrer Website.

Neue Betankungsprozesse

Über das vergangenene Wochenende haben Techniker zwei Dichtungen an Zuleitungen für Flüssigwasserstoff ersetzt, eine am Anschluss der Schnellkupplung an der Hauptstufe, die andere an einer Entlüftungsleitung. Die Arbeiten wurden auf der Startrampe des Launch Complex 39B durchgeführt. Diese Woche sollen Tests unter Umgebungsbedingungen stattfinden und Vorbereitungen für den kryogenen Test beginnen.

Mithilfe des kryogenen Tests soll bestätigt werden, dass das Wasserstoffleck, das zum Startabbruch am 3. September führte, behoben ist. Zudem sollen angepasste Betankungsprozesse und Verfahren zur Vordruckbeaufschlagung bewertet werden, um die Temperatur- und Druckbelastungen auf das System zu verringern, und es soll ein "kick-start bleed test" durchgeführt werden. Dabei wird den Triebwerken Flüssigwasserstoff zugeführt, noch während die Hauptstufe betankt wird, um sie auf den Start vorzubereiten.

Während sich die NASA-Teams auf den Tanktest vorbereiten, fehlt noch immer eine Sondergenehmigung der Eastern Range für eine verlängerte Zulassung der Batterien des Flight Termination System (FTS) des SLS. Sollte diese ausbleiben, wird die Riesenrakete zurück ins Montagegebäude gerollt, wo die Batterien ersetzt und getestet werden müssen. Damit wäre ein Start Ende September oder Anfang Oktober aber vom Tisch.

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