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Airbus
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Airbus-Werkstransporter

Auch die Beluga fliegt jetzt Schutzmasken

Airbus hat im Rahmen seiner Corona-Hilfsflüge erstmals auch ein Exemplar seiner Beluga-Flotte eingesetzt. Der Großraumtransporter, der sonst Flugzeugteile zwischen den Werken in Europa hin und her fliegt, brachte Gesichtsmasken von Toulouse nach Hamburg.

Beluga-Flüge aus Toulouse sind für die Belegschaft des Hamburger Airbus-Werks in Finkenwerder Alltag. Regelmäßig pendeln die zu Spezialtransportern umgerüsteten A300-600 zwischen der Zentrale in Südfrankreich und dem größten deutschen Airbus-Standort. Normalerweise transportieren sie dabei Tragflächen, Rumpfteile und andere Komponenten, aus denen später einmal neue Airbus-Jets werden. Als gestern Abend die Beluga mit der Nummer 1 in Finkenwerder einschwebte, hatte sie jedoch ausnahmsweise anderes Frachtgut an Bord: Der Transporter mit dem Kennzeichen F-GSTA brachte eine Ladung Schutzmasken nach Deutschland, die Airbus zuvor aus China nach Toulouse geflogen hatte.

Airbus
Masken statt Flugzeugteile: Die Fracht der Beluga Nummer 1 am 2. April war speziell.

"Corona-Luftbrücke" zwischen Tianjin und Toulouse

Die Masken werden nun von den deutschen Behörden an Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen weiterverteilt, damit Ärzte und Pflegekräfte bei ihrem Umgang mit Corona-infizierten Personen entsprechend geschützt bleiben. Professionelle Gesichtsmasken sind – nicht nur – in Deutschland Mangelware. Airbus hat deshalb in den vergangenen Tagen nach eigenen Angaben mehr als sechs Millionen Masken aus China importiert. Dabei nutzte der Hersteller Flugzeuge aus seiner Testflotte, unter anderem eine A330-800 sowie eine A330 MRTT, die Gesichtsmasken aus dem Airbus-Werk Tianjin nach Toulouse brachten. Weitere Flüge dieser Art seien bereits in Planung, teilte Airbus mit. Zur Weiterverteilung der Masken von Toulouse aus hatte Airbus zuletzt auch den A400M eingesetzt.