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Anhaltende Kritik

Verbot elektronischer Geräte im Flugzeug

Vergangene Woche haben die USA und Großbritannien das Mitführen von mobilen Endgeräten und Notebooks bei Flügen aus acht Ländern verboten. Die besonders betroffenen Airlines reagieren mit Kritik und kreativen Lösungsansätzen.

Neben den Betroffenen selber hat nun auch die Internationale Air Transport Association (IATA), der Dachverband der Fluggesellschaften, scharfe Kritik formuliert. Der IATA-Vorsitzende Alexandre de Juniac bezeichnete die Situation am Dienstag in Montreal als „nicht akzeptabel“ und wies auf die Willkür in den erlassenen Verfügungen hin: „Wie können Laptops in den Kabinen mancher Flüge sicher sein und auf anderen nicht, auch wenn diese am selben Flughafen starten?“ Die IATA stellt die Effektivität des Verbotes grundsätzlich in Frage und appelliert an Behörden und Luftverkehrswirtschaft, wirksame Alternativen zu entwickeln.

Die betroffenen Airlines versuchen derweil pragmatisch mit der Situation umzugehen. Ethiad beispielsweise bietet den First- und Business-Class Reisenden nun kostenlose Leihgeräte während des Fluges. Mit den I-Pads kann via gratis WLAN im Internet gesurft werden. Die drei Airlines Emirates, Qatar und Ethiad mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind in besonderer Weise von den Verfügungen betroffen. Über viele Jahre haben sie sich in die Spitzengruppe der Fluggesellschaften in puncto Reiskomfort vorgearbeitet. Die Beschränkungen drohen nun diese Bemühungen teilweise zunichte zu machen.

Die ebenfalls betroffene Fluggesellschaft Royal Jordanien hat eine Liste mit „12 Dingen, die man ohne Laptop oder Tablet während eines 12 Stundenfluges machen kann“ veröffentlicht. Die - wohl nicht ganz ernst gemeinten – Empfehlungen reichen von Lesen, über Einkaufen im Bord-Duty-Free bis hin zum Nachdenken über den Sinn des Lebens.

Die am 21. März erlassenen Verfügungen, betreffen Flugreisende von 10 Flughäfen in Nordafrika und dem Mittleren Osten. Auf Flügen in die USA und nach Großbritannien dürfen hier keine mobilen Endgeräte, die größer sind als ein Smartphone und keine Notebooks mitgeführt werden. Hintergrund des Erlasses ist die Befürchtung der Behörden, in den Geräten könne Sprengstoff an Bord geschmuggelt werden.

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