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Billigflieger – Low Cost Monitor 2016 des DLR

Ein Trio dominiert Deutschland

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Ticketpreise, angebotene Strecken, beliebteste Ziele: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat den deutschen und europäischen Markt der Billigflieger-Airlines analysiert.

Das DLR hat jüngst seinen neuen Low Cost Monitor veröffentlicht. Seit 2006 beleuchtet der zweimal jährlich erscheinende Bericht aktuelle Trends im Markt der Billigfluggesellschaften. Dabei stellten die DLR-Wissenschaftler fest, dass der Ausbau der Streckennetze stagniert. Die 18 untersuchten Airlines hätten in der Referenzwoche im Winterflugplan 2016 rund vier Prozent mehr Flüge auf fast fünf Prozent weniger angebotenen Strecken geflogen, so das DLR. Ein Grund dafür sei, dass Ryanair verstärkt in den deutschen Markt drängt und 60 Prozent zusätzliche Flüge im Vergleich zum Vorjahr anbietet.

Die Expansion von Ryanair führt nach Angaben des DLR auch zu einer stärkeren Auslastung der Flughäfen. Vor allem Berlin-Schönefeld und Köln/Bonn bekämen das deutlich zu spüren: Der Flughafen Köln/Bonn weist mit 572 Low-Cost-Starts pro Woche fast ein Viertel mehr Starts in diesem Segment auf als 2015. Das entspricht einem Anteil der Billigflüge am Gesamtangebot von fast 80 Prozent. Auch Schönefeld kommt durch den Anstieg der Ryanair-Angebote auf einen-Low-Cost-Anteil von fast 80 Prozent: Die irische Billig-Fluggesellschaft erhöhte ihr Angebot von rund 40 Flügen pro Woche auf über 200.

Auf dem deutschen Markt sind Germanwings/Eurowings, airberlin und Ryanair die Airlines mit den meisten günstigen Flugangeboten. Laut DLR baut Germanwings/Eurowings mit mehr als 200 angebotenen Destinationen seine Spitzenstellung in Deutschland aus. Während Ryanair sein Angebot im deutschen Markt aufstockt, setzt Germanwings/Eurowings auch auf die Langstrecke. In Europa sind Ryanair und Easyjet die größten Low-Cost-Fluggesellschaften, zusammen kommen sie auf einen Marktanteil von fast 45 Prozent. Beide haben im vergangenen Jahr ihr Flugangebot deutlich gesteigert. Insgesamt beträgt der Marktanteil der Billigflieger in Europa rund 28 Prozent.

Ausbau der Flüge nach Osteuropa

Die Preisspanne ist laut DLR im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft: im Frühjahr 2016 zahlten Passagiere durchschnittlich zwischen 64 und 107 Euro für ein Flugticket - je nach Vorausbuchungszeitraum (ein Tag, eine Woche, ein Monat, drei Monate). Insgesamt hätten sich die Ticketpreise also angeglichen, wobei der Trend auf einzelnen Strecken anders aussehen kann. Vor allem auf vielgeflogenen Strecken, auf denen Günstigflieger untereinander im Wettbewerb stehen, sind die Preise zurückgegangen.

Was die Ziele der Billigflieger angeht, kristallisiert sich eine besonders beliebte Destination heraus: Jeder fünfte Low-Cost-Flug geht nach Großbritannien, was die Insel im Frühjahr 2016 erneut zum führenden Auslandsziel macht. An zweiter und dritter Stelle folgen Spanien und Italien. Während hier kaum Veränderungen bei den angebotenen Flügen zu vermerken sind, verzeichneten die Wissenschaftler einen Ausbau der Angebote nach Osteuropa. "Der ungarische Billigflug-Anbieter Wizz baut sein Angebot an Flügen ab Deutschland immer mehr aus. Aber auch Ryanair versucht, verstärkt Flüge in diesem Markt anzubieten", sagt Peter Berster vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr.

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