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EASA-Empfehlung

Zwei Besatzungsmitglieder müssen im Cockpit sein

In der allgemeinen Sicherheitspanik nach dem Germanwings-Absturz hat auch die EASA empfohlen, dass ständig zwei Besatzungsmitglieder im Cockpit von Verkehrsflugzeugen sein müssen.

Das am Freitag herausgegebene Safety Information Bulletin 2015-04 nimmt speziell Bezug auf die bisherigen Informationen bezüglich des Flugs 4U9525, betont aber auch dass die Empfehlung „im Licht von neuen Informationen bezüglich der Unfalluntersuchung oder der Umsetzung dieses SIB“ überprüft werden wird. „Alle zusätzlichen Risiken, die aus der Einführung neuer Verfahren  oder Maßnahmen sollten bewertet und minimiert werden“ heißt es weiter.

Nachdem der Absturz der A320 am Dienstag über Südfrankreich wohl durch den allein im Cockpit befindlichen Copiloten Andreas L. herbeigeführt worden, ist hatten viele Airlines in aller Eile von sich aus vorgeschrieben, dass sich immer zwei Besatzungsmitglieder im Cockpit befinden müssen, sollte es einer der Piloten verlassen.

Auch die Lufthansa teilte am Freitag mit, dass sie „vorsorglich ein neues Verfahren zur Cockpitbesetzung“ einführt. Gleichzeitig wurden die „Sicherheitsstrukturen“ erweitert. „Ergänzend zu den Sicherheitspiloten der einzelnen Airlines wird ab sofort und bis auf weiteres eine neue Funktion mit übergreifender Verantwortung geschaffen. Als Konzernsicherheitspilot übernimmt Kapitän Werner Maas mit sofortiger Wirkung und in Personalunion zu seiner jetzigen Aufgabe als Sicherheitspilot der Deutschen Lufthansa AG die neue Aufgabe. Er wird mit übergreifender Verantwortung flugsicherheitsrelevante Verfahren überprüfen und weiterentwickeln“, hieß es.

Es meldeten sich aber auch Kritiker, die die Maßnahme für übereilt hatlen, da das Kabinenpersonal bei Problemen mangels Ausbildung sowieso nicht eingreifen kann. Außerdem sei zu bedenken, das Stewards und Stewardessen weit weniger Überprüfungen unterworfen sind als Piloten.

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