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Einstellung bei anhaltend schwacher Nachfrage

Boeing erwägt Ende der 747-Produktion

Boeing hat am Rande der jüngsten Bekanntgabe von Quartalszahlen in einem Börsendokument erstmals die mögliche Einstellung der 747-Produktion ins Spiel gebracht.

In der quartalsmäßigen, sogenannten "10Q"-Pflichtmitteilung an die Börse teilte Boeing mit, dass die Nachfrage nach großen Passagier- und Frachtflugzeugen niedriger als erwartet geblieben sei. Schwache Frachtnachfrage und Unsicherheiten am Markt sorgten für Preisdruck und geringe Auftragseingänge. Deshalb habe Boeing die noch in Farnborough angekündigten Pläne wieder abgeblasen, die ab September auf nur noch 0,5 Flugzeuge im Monat sinkende Jumbo-Produktionsrate ab 2019 wieder auf ein Flugzeug im Monat zu erhöhen. Erst diese höhere Rate dürfte eine halbwegs rentable Produktion sichern. Stattdessen bleibt es nun bei nur noch 0,5 Flugzeugen im Monat.

Boeing senkt außerdem die erwartete Gesamt-Absatzmenge der 747 von 1574 auf 1555 Flugzeuge. Damit müssen auch die Entwicklungskosten auf weniger Flugzeuge umgelegt werden. In der Gesamt-Absatzerwartung bis 2019 sind 32 Flugzeuge enthalten, die noch gebaut oder ausgeliefert werden müssen. 

Falls es nicht gelinge, ausreichende Neubestellungen zu sichern und falls man die die Risiken für Nachfrage, Produktion und andere Felder nicht abschwächen könne, sei es möglich, dass Boeing weitere Abschreibungen auf das Programm vornehmen müsse und entscheide, die Produktion der 747 einzustellen, so der Hersteller.

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