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Entscheidung des USITC

Doch keine Strafzölle für Bombardier C Series

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Die United States International Trade Commission hat am Freitag entschieden, dass die US-Luftfahrtindustrie durch den Import von C Series in die Vereinigten Staaten keinen Schaden erleidet. Aufgrund dessen werden keine Antidumping- oder Ausgleichszollstrafen fällig.

Die USITC verwarf damit die vom US-Handelsministerium geplanten Abgaben in Höhe von etwa 292 Prozent für „100- bis 150-sitzige zivile Großraumflugzeuge aus Kanada“. Das Department of Commerce hatte die C Series als hochgradig subventioniert eingestuft und festgestellt, dass sie an Delta Air Lines weit unter den Herstellungskosten verkauft worden sind.

Die Untersuchungen waren im Frühjahr 2017 durch einen Antrag von Boeing ins Rollen gekommen. Die jetzige Entscheidung der vier Kommissionsmitglieder fiel einstimmig. Details zu den Gründen werden in einem Bericht (Investigation Nos. 701-TA-578 und 731-TA-1368 (Final), USITC-Publikation 4759, Februar 2018) veröffentlicht, der spätestens bis zum 2. März verfügbar sein wird.

Für Bombardier hat die positive Entscheidung des USITC herausragende Bedeutung, denn der US-Markt ist für die C Series sehr wichtig. „Die heutige Entscheidung ist ein Sieg für Innovation, Wettbewerb und Rechtsstaatlichkeit. Es ist auch ein Sieg für die US-Airlines und die US-Reisenden. Die C Series ist das innovativste und effizienteste neue Flugzeug seit einer Generation“ sagte Bombardier. „Nachdem diese Angelegenheit erledigt ist sind wir auf dem besten Weg, unsere Partnerschaft mit Airbus zu vollenden. Die Integrationsplanung läuft gut und wir freuen uns darauf, die C-Serie auf den US-Markt zu bringen...“

Auch Airbus, das im Oktober 2017 eine Mehrheit am C-Series-Programm übernommen hat, ist zufrieden: "Wir freuen uns, dass die ITC mit unseren Ansichten übereinstimmte. Wir werden unser C Series-Projekt mit Hochdruck fortsetzen und uns darauf konzentrieren, die Bedürfnisse unserer Airline-Kunden zu erfüllen und in den USA mehr und neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Fertigung zu schaffen“ hieß es mit Bezug auf den Plan, in Mobile, Alabama, eine zweite Endmontagelinie für die C Series aufzubauen.

Boeing wiederum zeigte sich „enttäuscht, dass die International Trade Commission den Schaden nicht erkannt hat, den Boeing durch die Milliarden Dollar illegaler staatlicher Subventionen erlitten hat ... die Bombardier erhalten hat und die dazu benutzt wurden, Flugzeuge unter Wert in den USA zu verkaufen. Diese Verstöße haben der amerikanischen Luft- und Raumfahrtindustrie geschadet, und wir spüren die Auswirkungen dieser unlauteren Geschäftspraktiken auf dem Markt jeden Tag“.

Boeing will „die detailliertere Stellungnahme der Kommission, die in den kommenden Tagen veröffentlicht wird, vollständig überprüfen". Das Unternehmen kann gegen das Votum der ITC beim US Court of International Trade in New York City Berufung einlegen; Boeing kann diese Entscheidung auch beim Federal Circuit anfechten, sagt ein ITC-Sprecher.

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