Fluggesellschaften sollen die Golfregion meiden - sagt die EASA

Angespannte Sicherheitslage
Fluggesellschaften sollen die Golfregion lieber meiden

ArtikeldatumVeröffentlicht am 15.07.2026
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Fluggesellschaften sollen die Golfregion lieber meiden
Foto: Dubai Airports

In einem am Dienstag veröffentlichten Conflict Zone Information Bulletin (CZIB) rät die Behörde Fluggesellschaften, den Luftraum von Bahrain, Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten "in jeglicher Höhe" nicht zu nutzen. Die Empfehlung gilt zunächst bis zum 29. Juli 2026.

Auch Teile des Golfs von Oman sollten vorerst für Überflüge gemieden werden. Hintergrund sind nach Angaben der Behörde Risiken infolge der jüngsten militärischen Eskalation zwischen den USA und Iran.

US-Militärstützpunkte in den Golfstaaten erhöhen nach Einschätzung der EASA das Risiko durch mögliche iranische Raketen- und Drohnenangriffen auf Flughäfen. Zudem bestehe stets die Gefahr von Fehlidentifikationen ziviler Flugzeuge durch aktive Luftabwehr.

"Unvorhersehbare militärische Entwicklungen"

"Unvorhersehbare militärische Entwicklungen sowie der mögliche Einsatz von Raketen, Drohnen, Kampfflugzeugen und Luftverteidigungssystemen bergen ein hohes Risiko für den zivilen Luftverkehr auf sämtlichen Flugflächen der betroffenen Lufträume", teilte die EASA mit.

Parallel dazu bleiben weiterhin aktuelle EASA-Warnungen bestehen, nach denen Fluggesellschaften den Luftraum über Iran, Irak und Libanon meiden sollen.

Europäische Flugkonzerne wie IAG, Air France-KLM und Lufthansa haben ihre Linien in den Nahen Osten über den Sommer 2026 ausgesetzt. Die Golfairlines Emirates, Etihad Airways und Qatar Airways fuhren ihr Flugprogramm aus Europa an die Drehkreuze in Dubai, Abu Dhabi und Doha zuletzt hingegen wieder hoch.