Die Flughafenbehörde Pakistans, die dem Verteidigungsministerium untersteht, teilte mit, dass das Flugzeug um 21.18 Uhr pakistanischer Zeit Schwierigkeiten mit der Navigationsanlage gemeldet habe. Die Flugsicherungzentrale Karachi ACC habe daraufhin den Flug mit Vektoren geführt.
Kontrollverlust nach Instrumentenausfall?
Unbestätigte ADSB-Daten im Internet scheinen darauf hinzudeuten, dass die Besatzung dennoch nach etwa drei Minuten die Kontrolle verlor und dass das Flugzeug nach Süden vom Kurs abkam und starke Höhenänderungen vollführte, bevor es sehr steil und mit hoher Fahrt Höhe verlor. Seitdem verliert sich die Spur.
Pakistan leitet SAR-Maßnahmen ein
Pakistans Marine hat eine Suchaktion eingeleitet, die allerdings von schlechtem Wetter behindert wird. Im Einsatz sind unter anderem das Kriegsschiff PNS Zulfiqar, ein SAAB-Aufklärer der pakistanischen Luftwaffe und eine ATR der pakistanischen Marineflieger. Außerdem nimmt der zivile Frachter Lahore, der zur Pakistan National Shipping Corporation gehört, an der Such- und Rettungsaktion teil.
28 Jahre alter Zweistrahler
An Bord der als AP-BOI registrierten Boeing, die 1999 als Passagierflugzeug an Aeroflot ausgeliefert worden war und die seit 2011 als Umbaufrachter flog, waren fünf Personen. Der Überführungsflug sollte nach einem Werftaufenthalt aus Sharjah am Golf nach Karachi führen. Die vermutete Absturzstelle liegt knapp 300 Kilometer westlich von Karachi im Indischen Ozean, südlich der Küste von Pakistan.
Weltweit verbreitete Variante
Unser Archivbild zeigt einen Boeing-737-Umbaufrachter von Alaska Air Cargo.Die Boeing 737-400 ist wegen ihres großen Rumpfvolumens bei niedrigen Anschaffungskosten als Basis für Umbaufrachter begehrt. Sie schafft knapp 20 Tonnen Nutzlast. Rund 150 Flugzeuge dieser robusten Umbauserie stehen weltweit im Einsatz, darunter bei Alaska Cargo.





