Polizeihubschrauber tragen Löschwasserbehälter

Bambi Buckets als rettende Außenlast
Polizei-Hubschrauber schleppen Löschwasserbehälter

ArtikeldatumVeröffentlicht am 14.08.2026
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Polizei-Hubschrauber schleppen Löschwasserbehälter
Foto: Land NRW Innenministerium

Die den Einsatz koordinierende Polizei Köln meldete am Freitag, vier Wasserwerfer mit je 10.000 Litern und zwei Polizeihubschrauber mit Bambi Buckets (Löschwasserbehältern), seien zur Unterstützung der Feuerwehr im Einsatz. Zwei weitere Hubschrauber, einer davon von der Bundespolizei, unterstützten die Einsatzleitung bei der Brandbekämpfung. Auch die Bundeswehr untertützt die Feuerwehr mit Bergepanzern und Pionieren. Das Feuer brennt seit Donnerstagabend auf einer Fläche von 300 Hektar und bedroht bewohnte Gebiete.

Zwei H145 tragen Bambi Buckets

Das Land NRW betreibt sechs Airbus H145 Polizeihubschrauber. Sie sind rund um die Uhr einsatzbereit und können im Flug Live-Bilder in die Einsatzzentrale senden. Im Löscheinsatz tragen die Hubschrauber die Bambi Buckets unter dem Rumpf. Die von einer kanadischen Spezialfirma gelieferten Wasserbehälter für die H145 fassen jeweils 820 Liter. Sie werden an drei Haken an der Rumpfunterseite des Hubschraubers eingehängt. Ein 20 Meter langes Kabel trägt den Wasserbehälter. Der Einsatz mit angehängtem Bambi Bucket erfordert besondere fliegerische Fähigkeiten, um ein Pendeln des Wasserkorbs zu vermeiden. Über dem Brand wird der Behälter geöffnet. Im Vergleich zu Löschflugzeugen punkten Löschhubschrauber trotz kleinerer Wassermengen durch ihre hohe Treffgenauigkeit. Die Besatzung des Hubschraubers besteht beim Löscheinsatz aus zwei Piloten und einem Operator, der den Bambi Bucket bedient und die Piloten einweist.

Munitionsbelastetes Gelände

Die Region Hürtgenwald war am Ende des Zweiten Weltkriegs Schauplatz schwerer Gefechte zwischen den letzten deutschen Kampfverbänden und den Alliierten. Bis heute gilt das Gebiet als munitionsbelastet. Dies erschwert bis heute die Brandbekämpfung vom Boden und gefährdet die Feuerwehrleute.

Bitte keine Katastrophentouristen

Neben der Brandbekämpfung musste ein Ortsteil der Gemeinde Gey evakuiert werden. Für Verkehrs- und Absperrmaßnahmen stünden zwei Hundertschaften der Bereitschaftspolizei zur Verfügung, so die Polizei Köln. Die Polizei fordere Schaulustige auf, das Brandgebiet zu verlassen und großräumig zu meiden. Dabei sei den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten.