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British Airways

Schluss für den „Baby-Airbus“

British Airways mustert letzte A318 aus

British Airways legt weiter die Axt an ihre Flotte: Nach dem Mitte des Monats verkündeten Aus für die Boeing 747 trifft es nun den kleinsten Interkontinentaljet der Briten: Der letzte Airbus A318 wird künftig nicht mehr nach New York abheben. Er wird ausgemustert.

Von London-City nach New York – aus der Londoner Innenstadt direkt zum "Big Apple", und das auch noch Business Class. Dieses Routing war mehr als zehn Jahre lang die Domäne des Airbus A318 von British Airways. Als größtes Flugzeug, das am zentral gelegenen City-Airport in London landen und starten darf, sorgte der "Baby Airbus" seit 2009 für ein besonders exklusives Flugvergnügen – teilte man sich die Kabine doch mit lediglich 31 Mitreisenden. Der auf dem Hinflug notwendige Zwischenstopp in Shannon (Irland) diente zugleich als Einreisetor für die USA – mit dem Vorteil, dass die Maschine mit der Flugnummer BA 001 bei Ankunft in New York wie ein Inlandsflug behandelt wurde.

Die A318-Flüge nach New York wurden mit der Flugnummer BA 001 durchgeführt. Einst war diese exklusive Nummer den Concorde-Flügen vorbehalten.

Gleiches Schicksal wie der Jumbo Jet

In dieser Form pendelten seit 2009 zunächst zwei, zuletzt nur noch eine A318 für British Airways täglich außer samstags zwischen Großbritannien und den USA. Doch das ist nun Geschichte, denn Flug BA 001 wird es künftig nicht mehr geben. Im Zuge der Sparmaßnahmen, die durch die Coronakrise nötig sind, wirft British Airways auch die letzte A318 mit dem Kennzeichen G-EUNA aus der Flotte. Damit teilt sich der kleinste Interkontinentaljet der Briten ein Schicksal mit der ungleich größeren Boeing 747-400, deren Tage auf der Insel ebenfalls gezählt sind.

Im Gegensatz zu ihren größeren Schwestern war die A318 ein kommerzieller Misserfolg. Erstkunde Frontier musterte ihre A318 bereits zehn Jahre nach Indienststellung wieder aus.

Nur 81 A318 wurden gebaut

Was mit der knapp elf Jahre alten A318 geschieht, ist noch unklar. Die Schwestermaschine G-EUNB wurde im Jahr 2017 von Titan Airways übernommen. Möglich, dass auch die G-EUNA bei Titan unterkommt. Die Liste der restlichen A318-Betreiber ist ansonsten ziemlich kurz. Nur 81 Exemplare konnte Airbus vom kleinsten Mitglied der A320-Familie verkaufen, außer Air France und der rumänischen Tarom gibt es keinen weiteren kommerziellen Nutzer des Zweistrahlers. Erstkunde Frontier Airlines aus den USA ließ seine A318 bereits vor Jahren verschrotten.