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An-124 fliegt deutsche Impfstoff-Abfüllanlage in die USA

Spezialtransport ab Hahn An-124 fliegt deutsche Impfstoff-Abfüllanlage in die USA

Im Auftrag eines US-Gesundheitsunternehmens hat Logistik-Dienstleister DB Schenker vergangene Woche das Equipment für eine Impfstoff-Produktionslinie in die USA geflogen. Zum Einsatz kam eine Antonow An-124 von Volga-Dnepr. Doch nicht alles passte in deren Bauch.

30 Millionen Impfdosen – und zwar pro Tag. So viel soll die Produktionslinie im US-Bundesstaat Wisonsin einmal ausstoßen, wenn sie fertig ist. Schon Jahre vor der Corona-Krise hat das Pharma-Unternehmen Nexus Pharmaceuticals in Pleasant Prairie mit dem Aufbau der Produktionsstätte begonnen – nun lieferte DB Schenker aus Deutschland eine zenrale Komponente, um sie bald in Betrieb zu nehmen: Vom Flughafen Hahn aus ließ DB Schenker am 10. April eine Impfstoff-Abfüllanlage mit Isolator in die USA fliegen. Hergestellt wurde diese vom deutschen Spezialmaschinenbauer Bausch + Ströbel. Der maßgeschneiderte Isolator stammt von Franz Ziel. Er sorgt beim Abfüllen für eine sterile, aseptische Umgebung.

Nicht alles passt in die Antonow

Verpackt in insgesamt 20 Kisten mit bis zu 8,5 Metern Länge ging die Abfüllanlage im Bauch einer Antonow An-124 der russischen Volga-Dnepr Airlines auf die Reise. Zumindest größtenteils: 82 Tonnen brachte die Fracht insgesamt auf die Waage – für die An-124 rein gewichtstechnisch ein Klacks, schafft sie doch, in entsprechender Ausführung, bei Bedarf fast das Doppelte. Allerdings reichte die verfügbare Bodenfläche des Frachters nicht ganz aus, weil die einzelnen Kisten in gebotenem Abstand zueinander fixiert werden mussten. So fanden letztlich "nur" 67 Tonnen Platz in der Antonow, während die restlichen 15 Tonnen mit dem wöchentlichen DB Schenker-Charterflug von München nach Rockford flogen.

DB Schenker
Jennifer Gabriel, Leiterin Luftfracht der Geschäftsstelle Ilsfeld von DB Schenker in Deutschland, überwachte den Verladevorgang am Flughafen Hahn.

Weitertransport zum Zielort

Am Chicago Rockford Airport angekommen, wurde die Fracht aus Antonow und München-Maschine ausgeladen und auf dem Landweg weitertransportiert. Am Zielort Pleasant Prairie beginnt nun die finale Aufbauphase der Impfstoff-Produktionslinie. Diese soll bald, vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie möglichst zeitnah, Impfstoffkapazitäten zur Unterstützung mehrerer Länder bereitstellen. Ist die Pandemie soweit im Griff, werde die Anlage für die Abfüllung anderweitiger Injektionsprodukte von Nexus Pharmaceuticals eingesetzt, teilt DB Schenker mit.