Triebwerksprobleme bei A320neo
Trieb Pratt & Whitneys Problem eine Airline in die Insolvenz?

Go First steckt in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die führt man bei der indischen Günstigairline unmittelbar auf Pratt & Whitney zurück: Go First kann Dauerausfälle in ihrer A320neo-Flotte nicht länger verkraften. Die Airline ist mit dem Problem nicht alleine – und klagt.

Pratt & Whitney GTF Advantage beginnt Flugtests am Airbus A320neo.
Foto: Airbus

Go First begibt sich in ein freiwilliges Insolvenzverfahren, um ihre Finanzen in Ordnung zu bringen. Das berichtet "Reuters". Auslöser der angespannten Kassenlage ist laut Go First eine "zunehmende Anzahl an Triebwerksausfällen" in der A320neo-Flotte wegen defekter Pratt & Whitney Getriebefans.

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Bekanntes Problem

Go First hat Pratt & Whitney im Zuge des Verfahrens daher vor einem Schiedsgericht in Singapur auf umgerechnet 977 Millionen US-Dollar Schadensersatz verklagt. Tatsächlich halten die Probleme mit dem Getriebefan Betreiber weltweit in Atem – Lufthansa hat derzeit in Berlin drei A320neo abgestellt, die auf neue Triebwerke warten.

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Hälfte der Flotte betroffen

Bei Go First ist die Lage ungleich dramatischer. Nach Angaben der Airline stehen seit 1. Mai 25 A320neo – rund die Hälfte der Flotte – am Boden. Das Problem hat sich nach Angaben der Airline in den letzten Jahren dramatisch zugespitzt. Fehlten im Dezember 2019 nur sieben Prozent der Flotte wegen Triebwerksproblemen, schoss die Ausfallquote ein Jahr später auf 31 Prozent hoch. Im Dezember 2022 war bereits jedes zweite Flugzeug unbrauchbar.

"Da in den nächsten drei bis vier Monaten weitere Triebwerksausfälle zu erwarten sind, wird der Betrieb von Go First unrentabel werden", begründete Go First den Insolvenzantrag.