US-Sanktionen zwingen iranische Airlines zum Umplanen. Man arbeite daran, Flüge in den Irak an einen anderen Flughafen umzuleiten, sagte ein Sprecher der iranischen Luftfahrtbehörde.
Auch Flüge iranischer Fluggesellschaften ins benachbarte Aserbaidschan seien ab sofort aufgehoben, berichtete die Zeitung "Shargh" unter Berufung auf Azerbaijan Airlines. Noch am Dienstag hatte die iranische Luftfahrtbehörde angegeben, es seien überhaupt keine Flugstreichungen bekannt.
Die Türkei nimmt offenbar zunächst weiter Flüge iranischer Fluggesellschaften – mit Ausnahme von Mahan Airlines – an.
"Flightradar24" zeichnete am Mittwochmorgen gleich fünf Flüge zeitgleich auf dem Weg von Teheran nach Istanbul mit: Iran Air 719, ein Airbus A330-200, Iran Airtour 9710, ein Airbus A300, ATA Airlines 6617, ein Airbus A320, Sepheran Airlines 7340, ein Airbus A320, und Meraj Airlines 4805, ein Airbus A320.
Turkish Airlines, die Tochtergesellschaft AJet und Pegasus Airlines kündigten am Mittwoch hingegen eine Verlängerung ihrer Flugstopps auf der Linie Istanbul-Teheran bis mindestens März 2027 an.

Als einzige iranische Fluggesellschaft hat Mahan Air vorübergehend ihre Flüge nach Istanbul eingestellt.
China nennt US-Druckmittel "illegal"
Mahan Airlines will unterdessen ihre Linie Teheran-Peking fortsetzen – China hatte am Dienstag die "einseitigen" US-Sanktionen gegen iranische Airlines als "illegal" bezeichnet.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag in einem Interview weiteren Druck auf den iranischen Luftfahrtsektor angekündigt. Seinen Worten nach sollten ab Mittwoch alle iranischen Fluggesellschaften weltweit stillgelegt werden. Dafür würden Drittstaaten unter Druck gesetzt.
Er drohte Ländern mit dem Ausschluss aus dem US-Dollarsystem, sollten sie iranische Airlines mit Treibstoff versorgen, Landedienste bereitstellen oder Tickets für sie verkaufen. Die Aussagen folgten auf neue weitreichende US-Sanktionen gegen den iranischen Luftfahrtsektor vor zwei Wochen.





