US-Heimatschutzminister Mullin hatte Anfang April im Sender Fox-News erstmals seine Überlegungen vorgestellt, das von der US-Bundesregierung gestellte Einreise-Kontrollpersonal an internationalen Drehkreuzflughäfen der USA abzuziehen, wenn diese Flughäfen in US-Bundesstaaten mit sogenannten "Sanctuary Cities" liegen, also entgegen der US-Bundesregierung einen Schutzstatus für Einwanderer vor Abschiebung gewähren.
Innenpolitischer Streit
Dieser offensichtlich innenpolitisch motivierte Streit zwischen der republikanischen US-Bundesregierung und einzelnen, demokratisch regierten Bundesstaaten könnte weitreichende Folgen für das US-Flughafensystem haben. Denn für die Einreise in die USA benötigt man Kontrollpersonal der US-Bundesregierung, das über das Heimatschutzministerium geleitet wird.
Große Drehkeuze künftig ohne Einreise?
Ob dieser Streit wirklich zu Änderungen führt und wie ernst das Vorhaben verfolgt wird, ist derzeit noch nicht klar. Angeblich ist sowieso keine Umsetzung vor dem Fußball-Weltcup im Sommer mehr geplant. Der Entwurf könnte, falls die Idee tatsächlich umgesetzt würde, Drehkreuzflughäfen wie New York-JFK (Foto) oder Newark in New Jersey, Chicago O'Hare, Portland, Seattle, Denver oder Los Angeles und weitere von der Möglichkeit abschneiden, einreisende Auslandspassagiere abzufertigen.
Neue Reisewege und Routensysteme?
Einreisende Ausländer müssten dann künftig erst an US-Flughäfen in US-Bundesstaaten landen, die eine der Zentralregierung genehme Einwanderungspolitik betreiben, etwa Phoenix, und wo Kontrollpersonal stationiert bliebe. Dies würde auch für die Streckennetze der Airlines, deren Personal und die Terminals vieler Flughäfen völlig neue Anforderungen stellen und enorme Kosten verursachen.





