Bei einem Übungsflug nahe Ankara ist eine CH-47F Chinook des türkischen Heeres abgestürzt. Keines der Besatzungsmitglieder wurde bei dem Absturz verletzt. Das Verteidigungsministerium in Ankara bestätigte den Vorfall, machte jedoch keine Angaben zur genauen Zahl der Besatzungsmitglieder noch zum Zeitpunkt des Unglücks.
Warum der Hubschrauber abstürzte, ist unbekannt. Behörden haben eine offizielle Untersuchung eingeleitet.
Die Türkei verfügt insgesamt über elf Exemplare des Hubschraubers, die in zwei Beschaffungswellen Anfang und Mitte der 2010er-Jahre beim US-Hersteller Boeing geordert wurden. Ab 2016 wurden die Maschinen nach und nach übergeben. Die letzte Chinook wurde 2019 in Dienst gestellt.
Erste Chinook für die Bundeswehr im Bau
Die alten Sikorsky CH-53G der Bundeswehr sollen nach über 50 Jahren Dienstzeit sukzessive durch insgesamt 60 CH-47F Block II ersetzt werden.
Die CH-53 sind beim Hubschraubergeschwader 64 an den Standorten Holzdorf und Laupheim stationiert. Dort werden ab 2027 auch die neuen CH-47F Block II erwartet.
Deutschlands erster Chinook nimmt derzeit Gestalt an. Wie die Luftwaffe in ihrem WhatsApp-Kanal mitteilte, steht die Zelle der ersten deutschen CH-47 seit dem 9. April auf der Produktionslinie im Boeing-Werk in Philadelphia.
Bis der Hubschrauber das Werk als fertiges Luftfahrzeug verlässt, muss er laut Luftwaffe neun Montagestationen durchlaufen. Das erste Rumpfteil für die Maschine hatte Boeing bereits im November 2024 gefertigt; der offizielle Baubeginn des charakteristischen Tandemrotoren-Hubschraubers war im Juli 2025.
Bei der Ausschreibung zur Nachfolge der CH-53 setzte sich Boeing 2022 gegen Sikorsky durch. Der Konkurrent war mit der grundlegend überarbeiteten und deutlich leistungsstärkeren CH-53K King Stallion angetreten, musste sich der Chinook jedoch geschlagen geben. Ausschlaggebend waren unter anderem wirtschaftliche Überlegungen. Der Stückpreis der CH-53K liegt etwa doppelt so hoch wie der der CH-47F.





