Die Shuttleworth Collection teilte mit, dass der ungenannte Pilot "guter Dinge" aus dem Krankenhaus entlassen worden sei. Er war mit dem historischen Avro-Dreidecker, einer Replika aus den sechziger Jahren, die beim Hampshire Aeroplane Club entstanden war, am Sonnabend bei einer Flugvorführung verunglückt.
Schiebeflug bis zum Strömungsabriss
Filme des Zwischenfalls zeigen, wie die niedrig fliegende Einmot im Flug ihre Richtungsstabilität zu verlieren scheint. Das Schieben wird immer stärker, bis es bei etwa 45 Grad liegt. In einem flachen Sackflug verliert das Flugzeug Höhe und schlägt, zum Glück eher sanft, in Baumkronen unweit des Shuttleworth-Flugplatzes ein.
Kleine Ruderflächen und giftig zu fliegen
Die Avro-Triplane-IV ist für ihre geringe Richtungsstabilität gefürchtet, die bei Abweichungen vom Geradeausflug, mit den sehr kleinen Ruderflächen nur begrenzt ausgesteuert werden kann. Das Flugzeug wurde bei dem Absturz zerstört. Die Replika war zuletzt mit einem 80-PS-ADC-Cirrus-Motor ausgestattet. Das Original hatte ursprünglich nur 35 PS Leistung. Ob ein Wiederaufbau möglich und geplant ist, wurde noch nicht bekannt gegeben.
Britische Schatzkammer lohnt einen Besuch
Die weltberühmte britische Luftfahrtsammlung entstand nach dem ersten Weltkrieg auf einem Landgut, dessen Gutsherr damals frisch ausgemusterte Militärflugzeuge sammelte und bewahrte. Deshalb gibt es noch heute in Shuttleworth einzigartige Schätze, die flugfähig erhalten und vorgeführt werden. Eine große Zahl von Freiwilligen und privaten Spendern erhält die Bestände, deren einmalige Raritäten immer einen Besuch lohnen.





