Deutsche Messerschmitt 109 ist der Star in England: "Emil" räumt ab

„Emil“ räumt ab
Deutsche Messerschmitt 109 ist der Star in England

ArtikeldatumVeröffentlicht am 29.06.2026
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Warm, wärmer, Festival of Flight: Bei knapp 40 Grad am Samstag ließen sich die Besucher die Reise nach Old Warden nicht nehmen. Der Grund war nicht nur das ohnehin starke Line-up des einzigen mehrtägigen Events der Shuttleworth Collection – im Mittelpunkt stand vor allem die einzige flugfähige Messerschmitt Bf 109 E in Europa.

Die "Rote 12" traf bereits am Donnerstag aus Headcorn ein und war am Freitag im Static Display zu sehen. Bis zur letzten Minute des Events blieb die Maschine von Interessierten umlagert. Im Cockpit saß – wie erwartet – der bekannte Airshow-Pilot Charlie Brown, der die 109 am Wochenende erstmals in Großbritannien in einem Flying Display präsentierte.

Displays der Extraklasse: Warbirds und Klassiker im Programm

Am Samstagmittag startete die Show mit einem Schulgleiter, gefolgt vom Raven Display Team. Es schlossen sich historische britische Rennflugzeuge an. Ein weiterer Höhepunkt: die Avro Anson aus Tschechien, die gemeinsam mit der Bristol Blenheim aus Duxford im Display flog.

Aus Sywell kam zudem die P-51 Mustang "Tall in the Saddle", kurz bevor eine Hawker Hurricane über die Flightline zog. In der zweiten Nachmittagshälfte machten sich schließlich die anwesenden Warbirds bereit, darunter:

- P-47 Thunderbolt "Nellie B" (mit Warbird-Legende Stu Goldspink am Steuer)

- P-51 Mustang "Frances Dell" (ebenfalls aus Deutschland mit Bernie Diehl im Cockpit)

- die hauseigene Supermarine Spitfire (geflogen von Paul Stone)

- die einzige fliegende Bf 109 E (Pilot Charlie Brown)

Als die vier Legenden am Rollhalt standen, wurde der Größenunterschied zwischen den alliierten Jägern und der Bf 109 erstmals richtig greifbar.

Der Display-Block begann mit aufeinanderfolgenden Starts – exakt in dem Moment, als über den Jägern die Boeing B-17 Flying Fortress "Sally B" donnerte. Die Vorführung war geprägt von Formationsvorbeiflügen, schnellen Tailchases sowie Einzel-Displays von Mustang und Bf 109. Die Veranstalter setzten dabei auf maximale Wirkung: Musik aus, volle Aufmerksamkeit auf die Flightline – ein besonderer Moment, den das Publikum hör- und sichtbar genoss.

Neue Größe im britischen Airshow-Kalender

Auch am Abend gab es einen stillen Showstopper mit Deutschland-Beteiligung: Christof Zahn ließ mit seinem DFS Habicht erneut viele Zuschauer verstummen – ein Auftritt, den man nicht so schnell vergisst.

Das Festival-of-Flight-Team bewies erneut, dass sich Old Warden zu einem der großen Anziehungspunkte der europäischen Airshow-Szene entwickelt hat – nicht nur als Flugshow, sondern als Familienevent mit Gesamtkonzept. Auf dem Gelände gab es so viele kostenfreie Attraktionen wie nie zuvor, verteilt über das gesamte Areal. Dazu zählten Simulatoren, Fahrgeschäfte, Stuntshows, Paraden, interaktive Entdeckungszonen sowie Besichtigungsmöglichkeiten von Shuttleworth House und dem Swiss Garden.